A-ROSA BRAVA – Rhein Erlebnis mit Kurs auf Amsterdam

Wie gehen Flusskreuzfahrten in Zeiten von Corona?

A-ROSA BRAVA! Zualler erstmüssen wir mit dem Vorurteil aufräumen, dass man erst auf Fluss-Kreuzfahrt geht, wenn man über 70 ist. Sicherlich war bisher der Altersdurchschnitt immer höher, als bei Hochsee-Reisen, allerdings vermissen viele Gäste diese Art des Reisens sehr und buchen aktuell A-ROSA und Co! Deshalb ist der Alterdurchschnitt aktuell eher wie sonst bei AIDA, TUI Cruises und usw.!

Vom 10. – 17. Juli 2020 war ich an Bord und berichte Euch heute über diese Flusskreuzfahrt!

Der Einschiffungstag auf A-ROSA BRAVA

Foto: Endlich wieder Fahrt aufnehmen auf dem Fluss!

Beim Check-In wurde kontaktlos Fieber gemessen und von allen Gästen der Gesundheitsfragebogen eingesammelt. Alles in allem verlief das zügig, mit Abstand und Desinfektionsmittelspendern an vielen Punkten. Unsere Kabine war um 14:30h bezugsfertig und so konnten wir direkt „einziehen“. Um 15 Uhr 30 gab es Kaffee & Kuchen in einer Tischzeit, die drei Hauptmahlzeiten waren auf zwei Tischzeiten aufgeteilt, zugeordnet nach gerader und ungerader Kabinennummer. Selbst die Seenotrettungsübung fand in zwei Gruppen statt, um ausreichend Platz zu haben.

Das Tragen des Mundschutzes war auf dem gesamten Schiff nur auf den Wegen nötig. Sprich: Zur Kabine, zu Restaurant & Lounge und zum Sonnendeck. Sobald man einen Platz gefunden hatte, durfte man sich von seinem „Schnutenpulli“ trennen.

Statt des gewohnten A-Rosa Buffets gab es alles „à la carte“ und es wurde serviert. Zur Auswahl standen: Fisch, Fleisch und vegetarische Speisen. Die Zuordnung der Tische erfolgte seitens A-ROSA. Getränke durften – außer zum Essen im Restaurant – nur am Tisch in der Lounge oder auf dem Sonnendeck bestellt werden. Eine Bestellung an der Theke war nicht erlaubt. Die Stewards servierten aber schnell und freundlich und fragten immer wieder, ob man noch was möchte.

Aufgrund des „Social Distancing“ war aktuell leider die Tanzfläche in der Lounge und auch die Petit Bar draußen am Heck geschlossen. Getränke gab es bis 23:00h, dann wurde die Bar geschlossen und die Musik musste aufhören. Man konnte jedoch vorher noch ein Getränk „in Reserve“ bestellen.
Grundsätzlich störte die frühe Uhrzeit nicht, denn man sollte auch zeitig den Wecker stellen, um draußen nichts zu verpassen!

Foto: Kabine 215 der A-ROSA BRAVA

Ein Tag in Zaanstad

Foto: Museum Zar Peter Haus in Zaanstad

Die Fahrt sollte über das Markermeer zu unserem ersten Stopp: „Hoorn“ gehen, aber manchmal ändern sich die Pläne quasi „über Nacht“. Auf dem Weg dorthin hätten wir durch die Oranje-Schleuse fahren müssen, deren eines Tor leider defekt war.

Für uns ging es dann auf direktem Wege – mit einer Passage von Amsterdam – weiter nach Zaanstad, einem typisch kleinen holländischen Dörfchen. Hier hatten wir knapp 24 Stunden Aufenthalt, denn es hieß „Alle Mann an Bord“ erst wieder am Sonntagmittag. Uns trieb es nur ein wenig gemütlich durch den Ort und zum Haus von Zar Peter, einem der Highlights des Ortes, neben der alten Schleuse, der Werft und dem alten Ortskern. Insgesamt war es ein sehr entspannter Tag, der seinen Ausklang bei einem leckeren Getränk auf dem Sonnendeck fand.

Pflicht für Mund-Nasen-Schutz bestanden in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und z.B. auf Fähren. Die Abstands-Markierungen am Boden waren aber gut sichtbar und wurden auch eingehalten.

Foto: Nachthimmel über Zaanstad

Amsterdam und Europa´s höchste Schaukel

Foto: Treffen mit einem boot&bike Schiff von se-tours in Amsterdam

Morgens noch in Zaanstad, ging es gegen 12:30h gemächlich wieder Richtung Amsterdam, vorbei an einem Schiff von se-tours (Boot & Bike). Dieses ist auch bei uns in der Reiselounge Greven buchbar. Dann wieder zurück durch die Klappbrücke, bis wir ca. nach einer Stunde an der Pier in Amsterdam festgemacht hatten.

Hier gab es noch schnell das Mittagessen an Bord, dann haben wir uns auf den Weg gemacht. Da wir nicht zum ersten Mal in Amsterdam waren, fiel das klassische Sightseeing, sowie die Grachtenfahrt für uns aus. Es ging zu Lookout Amsterdam – Europa‘s höchster Schaukel und die macht echt Spaß, aber das seht ihr ja am Bild.

Anschließend bummelten wir noch ein wenig durch die Stadt, die ja direkt hinter dem Bahnhof beginnt und auch zahlreiche Museen zu bieten hatte. Pünktlich zum Abendessen ging es zurück zum Schiff und wir hatten den Abend bis zum Auslaufen – Richtung Rotterdam – auf dem Sonnendeck ausklingen lassen. Die Fahrt ging recht zügig, so dass wir die Passage des UNESCO Weltkulturerbes – Mühlenpark Kinderdijk – leider „verschlafen“ hatten.

Zum Auslaufen aus Amsterdam gab es dann noch ein echtes Sail Away, als Musikwunsch mit dem klassischen Auslaufsong von A-ROSA.

Foto: Ausblick auf die A-ROSA BRAVA von der höchsten Schaukel Europas

A-ROSA BRAVA – Rotterdam und seine Markthalle

Foto: Kunst & Markthalle in Rotterdam mit Cubus Häusern

Am Montag hatten wir bereits sehr zeitig in Rotterdam angelegt und es erwartete uns traumhaftes Wetter. So ging es nach dem gemütlichen Frühstück direkt – vorbei an den Cubus-Häusern und der Markthalle – zum Bummeln in die Fußgängerzone. Alles war entspannt, leer und sehr sauber.

Zum Essen zog es uns später zurück in die Markthalle. Hier gab es Rotterdam‘s bestes Saté in der Saté-Lounge, sehr zu empfehlen.

Um 14 Uhr 00 hieß es wieder Leinen los, aber auf dem Weg nach Gent gab es noch eine große Hafenrundfahrt in Rotterdam, bevor es wirklich in Richtung Gent ging. Hier war der Weg das Ziel und wir hatten auf dem Sonnendeck „spazieren geguckt“. Es war ein toller entspannter Nachmittag mit Urlaubsflair. Zwischendurch gab es immer wieder Informative Durchsagen, was wir gerade passieren – oder auch historische Infos – aber natürlich fehlte auch der Getränke-Service nicht, so dass wir z.B. auch einen A-ROSA Spezial genießen konnten. Drei Schleusen und einen Sonnenuntergang weiter, waren wir in Gent angekommen.

Foto: Kleine Hafenrundfahrt in Rotterdam

Gent ist auch im Regen schön

Foto: Das schöne Gent bei Regen

Es war wieder ein sehr frühes Anlegen am Dienstagmorgen im Hafen von Gent, ca. 2,5 km vom Stadtzentrum entfernt. Ich kann jedem nur empfehlen, mit dem Taxi in die Stadt zu fahren, denn so bleiben die ersten Eindrücke aus bzw. sind andere. Der Weg zu Fuß in die Stadt war nicht wirklich schön.

Dieser Eindruck ist aber sofort vergessen, wenn man den alten Stadtkern von Gent erreicht, mit seinen tollen alten Häusern entlang des Flußufers der Laie und den weiteren Seitengassen.

Besonders viel Spaß machte uns auch eine Bootsfahrt auf der Leie, dieses kostete € 8.- pro Person und war vor Ort buchbar, allerdings nur bei echten Sonnenschein und nicht bei Liquid Sunshine. Aber, das Wetter können wir leider oder besser Gott sei Dank noch nicht beeinflussen. So mussten wir uns mit dem tristen Grau und immer mal wieder Regen zufrieden geben. In der Stadt gab es viele schuckelige Restaurants, deshalb hatten wir uns zum Mittagessen an Bord abgemeldet. Manchmal müssen es einfach Poffertjes sein und die waren echt gut.

Am frühen Nachmittag war es dann aber so feucht, dass wir uns entschieden hatten, den Rückweg zum Schiff anzutreten, mit dem Taxi waren das 16 EUR. Auf dem Schiff angekommen, war gerade die tägliche Kaffeezeit angebrochen und so haben wir einen entspannten Nachmittag an Bord verbracht und einfach mal nichts getan.

Nach dem Auslaufen und Abendessen klärte sich das Wetter auf und auf dem Weg nach Antwerpen, wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Foto: Der perfekte Ausklang eines Flußtages auf dem Deck

A-ROSA BRAVA in Antwerpen

Foto: Bierprobe in Antwerpen

Erneut sehr früh, legten wir am Mittwoch in Antwerpen an. Das Wetter hatte Erbarmen mit uns, denn schon morgens war der Himmel blau und die Sonne lachte. Wir hatten uns wieder mal auf eigene Faust zu Fuß auf den Weg in die Stadt gemacht. Vom Anleger bis in den Altstadt waren es ca. 2km, allerdings war es dieses Mal ein schönes Umfeld und so machte es wirklich Spaß, zu Fuß zu gehen.

Wir haben das Rubens-Haus gesehen, die älteste Holzrolltreppe zum St. Anna-Tunnel angeschaut und benutzt, belgisches Bier getrunken… auch wenn es kein Elephant Delirium war… denn das gab es als Souvenir für zu Hause. Auf dem Marktplatz hatten wir ein leckeres Sandwich gegessen und das Leben genossen.

Leider war es dann auch schon wieder Zeit, den Weg zurück zum Schiff zu finden, denn es hieß Leinen los Richtung Nijmegen, unserem letzten Stopp der Reise. Das Auslaufen war wieder sehr spannend, denn der Weg aus Antwerpen ist ein bisschen wie ein Labyrinth und so haben wir nach dem Abendessen wieder die Schleusen und den Sonnenuntergang draußen erlebt.

Übrigens, wer sich jetzt fragt, warum es so viele Hände auf den Motiven gibt, „Antwerpen“ heißt soviel wie „Hand werfen“. Antwerpen ist auf jeden Fall noch einen 2. oder 3. Besuch wert, wir möchten auf jeden Fall wiederkommen.

Foto: Viele Hände in Antwerpen

Die Innenkabinen von Nijmegen

Foto: Die schöne Kathedrale von Nijmegen

 

Am Donnerstag war auch schon der letzte ganze Tag an Bord für uns angebrochen. Nach einem guten Frühstück, ging es an unserem letzten Stopp in Nijmegen von Bord. Wir lagen sehr zentral und waren quasi mit Verlassen des Schiffes direkt in der Stadt. Ungewohnt war, dass die Kabinen auf Deck 2 und 3 an Steuerbord sich anfühlten, wie Innenkabinen auf einem Hochseeschiff, denn der Anleger war so hoch, dass wir direkt über das Sonnendeck (4) das Schiff verlassen mussten, alle Decks darunter schauten direkt vor die Kaimauer. Auch wenn das Wetter nicht auf unserer Seite war, hat uns die Stadt doch einige schöne Fotomotive beschert.

Passend zum Mittagessen und Auslaufen ging es zurück an Bord. Unser letztes Sail Away hieß: Es geht zurück zum Ausgangsort, nach Kölle am Rhing.

Es gab noch eine Verabschiedung mit einem Gläschen Sekt und jeweils einer kurzen Ansprache vom Hotelmanager und dem 2.Kapitän vor dem Abendessen und um 21:30 Uhr eine Tombola, für die an den Tagen zuvor Lose verkauft wurden. Hier sei gesagt: Es waren tolle Preise dabei, die Teilnahme lohnte sich also wirklich.

Foto: Unterwegs in Nijmegen

A-ROSA BRAVA – Mein Fazit

Am Freitag, unserem Abreisetag,  gab es das Frühstück für die 2. Tischzeit bereits um 07 Uhr 45, denn um 08 Uhr 15 ging der Transfer zum Bahnhof, um 09 Uhr 00 zur Park-Garage und bis 10 Uhr 00 mussten alle individuell abreisenden Gäste das Schiff verlassen haben.

Zusammenfassend kann ich sagen: Es war eine tolle Reise, mit einer super motivierten Crew, sehr geschmackvollen Speisen & Getränken und durchwachsenem Wetter. Es war eine tolle Alternative zur Hochsee-Kreuzfahrt. Wer zum Arbeiten auf das Internet an Bord angewiesen ist, der wird hier auch zufrieden sein, denn aufgrund der Landnähe konnte man sich immer mit dem Mobilnetz verbinden.

Vielen Dank an den Hotel-Manager Balazs Benacs und seine gesamte Crew, alle haben trotz der neuen Prozesse, und aller Widrigkeiten durch den Virus, einen unglaublich guten Job gemacht.

Wir können die A-ROSA BRAVA und ihre Crew uneingeschränkt empfehlen und stehen natürlich für Beratung und Buchung jederzeit zur Verfügung.

Zu meiner Homepage geht es hier.

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