Travemünde Strand – (m)ein Spaziergang am Meer Teil I

Abendwalk durch den Heimathafen

Travemünde Strand – oft unternehme ich im Urlaub meine Spaziergänge durch den Heimathafen. Das heißt für mich abschalten vom Tag, neue Fotomotive suchen und einfach entspannen. Es gab auch Spaziergäne am Meer, wo ich anschließend mit neuen, kreativen Ideen wieder in meine Wohnung zurückgekehrt bin oder unterwegs interessante Leute kennengelernt habe. Jeder Rundgang ist also auch immer eine Art Wundertüte.

Heute nehme ich Euch im Blogbeitrag mit auf die erste Runde.

Foto: Travemünde Strand – Promenade kurz vor dem Grünstrand

Travemünde Strand – Start auf der Promenade

Ich starte am Ende des Strandabschnittes, am Lokal „Süße Seebrücke“, was sich übrigens als Einkehrort immer sehr empfiehlt. Ob zu Beginn oder am Ende des Rundgangs. Ich gehe nach rechts auf der Promenade, also in Richtung Maritim Strandhotel. Insgesamt ist die Promenade 1,7 Kilometer lang und stolze 20 Meter breit. Hier lässt es sich wunderbar flanieren und zu sehen gibt es immer etwas. Ob das Spiel der Möwen mit dem Wind und dem Meer, einfahrene Frachter oder Boote aller Art, die Kurs auf den Heimathafen nehmen oder gerade hinaus auf die Ostsee fahren.

Foto: Travemünde Strand – traumhafter Blick auf das Meer

Vor ca. 10 Jahren wurde die Promenade umfangreich saniert und bietet nun auf ihrer kompletten Länge viele Spiel- aber auch Ruhezonen an. Wer es schafft, seinen Blick vom Meer zu lösen, was schwer fällt, endtdeckt auf der rechten Seite Teile der typischen Bäderarchitektur mit unterschiedlichsten Baustilen vom Klassizismus über die Gründerzeit bis zum Jugendstil. 1802 wurde Travemünde als Seebad gegründet und ist damit nach Heiligendamm und Norderney das drittälteste Seebad Deutschlands.

Foto: Travemünde Strand – viele der alten Villen sind echte Hingucker!

Wer sich unterwegs erfrischen möchte, hat die Qual der Wahl, denn Lokale und Strandbuden säumen die Promenade und eins haben sie alle gemeinsam: Ein leckerer Aperol Spritz kostet 6,50 EURO, Meerblick inklusive.

Foto: Travemünde Strand – ein Drink am Meer

Travemünde Strand – das einstige, berühmte Casino

Auf der rechten Seite kommt schließlich das eindrucksvolle Atlantic Grand Hotel Travemünde in Sicht, was 1914 als Kursaal eröffnet wurde und in dem sich bis 2012 eine der ältesten Spielbanken Deuschlands befand. Ein Blick in den großen Garten zu werfen lohnt sich immmer, den hier stehen regelmäßig die Kunstwerke der WindArt Travemünde. Dies ist eine jährliche Ausstellung unter freiem Himmel an mehreren Standorten, wo die Kunstwerke ihren Anspruch haben, das Spiel von Wind und Wellen auszudrücken. An der Ecke, dem Zubringer, zur Bertlingsstraße, in den ich jetzt einbiege, befindet sich eine kleine Wasserspielanlage, die Klein und Groß erfreut.

Foto: Das eindrucksvolle Atlantik-Grand Hotel

Blicke ich die Bertlingsstraße entlang, sehe ich am Ende den alten Travemünder Strandbahnhof, dessen Nutzung aber momentan – nach meinem Kenntnisstand – nicht geklärt ist. Er ist jedenfalls verschlossen, aber die Züge von und nach Lübeck verkehren weiterhin. Auf der rechten Seite ergibt sich ein Blick in die Kaiserallee, die dicht und dicht mit wunderschönen, alten Platanen bewachsen ist.

Foto: Travemünde Strand – Blick in die Kaiserallee

Travemünde Strand – der Godewindpark

Ich bummel weiter die Straße entlang. Hier befinden sich einige Restaurants und ein paar Souvenirgeschäfte und biege dann nach rechts in den Godewindpark ein. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt, als rund um ihn eine große Villenlandschaft geplant wurde. Für mich ist er eine Oase der Ruhe und ich nenne ihn gern „den Amazonas von Travemünde“. Hier kann man Tiere beobachten oder einfach nur entspannt auf einem kleinen Steg sitzen. In diesem Jahr ist zum weiten Mal ein Kunstwerk mit blauen Segeln aufgestellt worden und erstmals der große Bilderrahmen, der in Travemünde von Standort zu Standort, wandert.

Foto: Travemünde Strand – im Godewindpark unterwegs

Ich durchquere nach einer kleinen Ruhepause den Park und beobachte eine Weile die Gänse und Enteb. Jetzt im Juni ist der Nachwuchs schon groß. Über die Straßen Steuerbord und Backbord erreiche ich schließlich wieder meinen Ausgangspunkt, die Strandpromenade, wo mein heutiger Rundgang mit Euch endet.

Dieser Rundweg ist ca. 2 Kilometer lang und mit Pausen in einer guten Stunde auch für ungeübte Spaziergänger zurückzulegen. Am nächsten Sonntag wandern wir gemeinsam in die andere Richtung von der Promenade aus gesehen und besuchen nicht nur den legendären Grünstrand, sondern auch den Strand des Brodtner Steilufers.

Hier geht es zur offiziellen Tourismusseite meines Heimathafens.

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