Ostsee Panorama – auf Tour mit Viva Cruises Teil II

Mit dem Flusskreuzer Swiss Diamond die Ostseeinseln erkunden

Ostsee Panorama – vom 06. bis 13. Juni 2022 war ich mit der Swiss Diamond endlich wieder auf Kreuzfahrt. Die einwöchige Reise begann und endete in Stralsund und führte mich nach Greifswald-Wieck, Lauterbach (auf Rügen), Peenemünde, Wolgast, Stettin und Swinemünde.

Ich habe mich bewusst abseits des Mainstreams bewegt (ohne gebuchte Ausflüge über die Reederei) und alles auf eigene Faust organisiert. Also erwartet jetzt keine Kreidefelsen, Polenmärkte und typische Seebrücken, denn die findet Ihr auch nicht in Teil II dieses Reiseberichtes.

Ostsee Panorama – der zweite Tag in Lauterbach

Foto: Abschied in Lauterbach

Zum Mittagessen traf ich meine Eltern an Land, denn es war der 85. Geburtstag meiner Mutter. Wir verbrachten einige schöne Stunden im nahe gelegenen Fisch- und Steakhaus, was ich von der Küche und dem Ambiente her einfach nur empfehlen kann. Auch der Service war klasse. Danach gab es noch ein kleines Eis im Hafen. Der Hafen von Lauternach ist viel mehr, als nur die Endhaltestelle des berühmten „Rasenden Rolands“, den wir natürlich auch gesehen und gehört haben. Man kann in dem Hafen super bummeln und auch viele Segelboote beobachten. Es gab noch ein schnelles Abschiedsfoto und dann legte die Swiss Diamond auch schon ab in Richtung Peenemünde, den Hafen von Usedom.

Dort kamen wir bereits um 17 Uhr 30 pünktlich an. Da das Wetter nicht so toll war, blieb ich an Bord. Peenemünde ist eine große Gemeinde im Norden Usedoms. Sie wurde ertsmals 1282 in einer Schenkungsurkunde entdeckt und hat heute nicht einmal 300 Einwohner.

Nach einem erneut hervorragendem Abendessen (u.a. Zwiebelsuppe und Ente a l‘ Orange) fand ab 21 Uhr eine große Tombola im Salon statt. Bereits ab dem Morgen konnten den ganzen Tag Lose gekauft werden und die Preise gingen von Swiss-Diamond-Schlüsselanhängern bis zum nächsten Reisegutschein. Die Passagiere waren begeistert und gefühlt gewann fast jedes Los etwas. Ich war an dem Abend einfach ein wenig müde und begab mich nach einem wunderbaren Cocktail in Richtung Kabine.

Foto: Zahlreiche Gewinne bei der Abend-Tombola

Ostsee Panorama – von Peenemünde nach Wolgast und Stettin

Foto: Das U-Boot 461 Maritim Museum

Am nächsten Morgen lies ich mir ergänzend zum Frühstücksbuffet ein Spiegelei mit Speck braten. Die meisten Passagiere hatten die Usedomer Inselrundfahrt gebucht, die aber verspätet losging, da der Bus einen Defekt hatte. Reiseleiter Christian hatte die Lage im Griff und fand schließlich Ersatz. Mein Plan war eigentlich das historisch-technische Museum zu besuchen. Doch Christian hatte mir gesagt, dass wäre in einer Stunde leider unmöglich, da es erst um 10 Uhr öffnen würde.

So schlenderte ich ein wenig durch den Hafen. Nahezu alle Geschäfte und Restaurants waren leider geschlossen. Natürlich kam ich auch am ausgedienten U-Boot 461 Maritim Museum vorbei, doch ich hatte nicht wirklich Lust, es zu erkunden. Um 11 Uhr 30 legten wir pünktlich ab und ich genoss – bei inzwischem besten Wetter – an Deck die Fahrt über die Peene. Es war landschaftlich einfach eine wunderbare Strecke, die beeindruckend die Weite von Mecklenburg Vorpommern zeigte.

Foto: Eine Heckwelle der Swiss Diamond

Um 13 bis 14 Uhr stoppten wir in Wolgast, dem sogenannten Tor zur Insel Usedom. Es war nur ein technischer Stopp, um unsere Ausflüger wieder aufzunehmen. Zuvor mussten wir die Wolgast passieren, die auch als „Blaues Wunder“ bezeichnet wird. Es ist eine Straßen- und Eisenbahn-Klappbrücke, die nur einige Male am Tag geöffnet wird. Die Durchfahrt war sehr beeindruckend.

Foto: Die Peenebrücke von Wolgast

Um 14 Uhr setzten wir dann unsere Fahrt in Richtung Polen, Stettin fort. Reiseleiter Christian berichtete den ganzen Nachmittag, wenn es rechts oder links an Land etwas interessantes zu sehen gab. Der Tag verabschiedete sich mit einem sagenhaften Sonnenuntergang über dem Fluss, währenddessen Reiseleiter Christian mit den Passagieren das lustige, aber schwere Europa-Quizz spielte. Um 22 Uhr 30 erreichten wir Stettin und konnten einen ersten Blick auf diese pulsierende Stadt von Deck aus erhaschen. Überall erklang Musik, doch für einen ersten Gang an Land war es mir einfach zu spät.

Ostsee Panorama – Stettin und Abfahrt nach Swinemünde

Während die meisten Gäste wieder einen Ausflug gebucht hatten, machte ich mich zu Fuß auf. Wir lagen mit der Siwss Diamond unmittelbar vor der 500 Meter langen dem bekanntesten Bauwerk in Stettin. Es wurde nach dem langjährigen Oberbürgermeister Hermann Haken benannt. Im Umkreis des Hafens waren leider mal wieder die meisten Geschäfte und Restaurants noch geschlossen.

Foto: Die Hakenterrasse von Stettin

So nutzte ich das leere Schiff und relaxte ein wenig und schoss auch noch ein paar Fotos. Später, nach dem Mittagessen, wo es heute polnische Spezialitäten gab, die hervorragend schmeckten, legten wie ab in Richtung Swinemünde. Um 16 Uhr stand das Event „HighTea time“ im Salon an, die immer einmal pro Reise stattfindet. Neben Kaffee, Tee und Champagner wurden unzählige Kuchen und auch herzhafte Snacks gereicht. Ein weiteres, kulinarisches Highlight dieser Reise.

Foto: „High tea“ im Salon der Swiss Diamond

Den Hafen von Swinemünde erreichten wir pünktlich um 19:30 Uhr. Viele Gäste gingen nach dem Abendessen noch ein wenig an Land spazieren. Es war mal wieder Fußball angesagt im TV (Ungarn gegen Deutschland) und so arbeitete ich wieder an Deck an meinem neuen Roman. Ich wunderte mich, dass ich dort bei bestem Wetter fast ganz allein war, aber es schien eine Mückenplage an Deck zu sein, die mich aber seltsamerweise alle verschonten.

Ostsee Panorama – Von Usedom zurück nach Stralsund

Foto: Entdeckungen – der alte Lotsen Wartturm

Am nächsten Morgen unternahmen die meisten Gäste den Ausflug mit der Bimmelbahn in Richtung Stadt. Nachdem klar war, dass es schwierig werden würde, ein Taxi zu bekommen, erkundete ich die nahe Umgebung ein wenig. Ich fand Bunker, einen alten Leuchtturm (ein echter lost place) und einen traumhaften, einsamen Strand, ganz abseits der Massen. Viel Zeit blieb aber nicht, denn die Swiss Diamond legte bereits um 11:30 Uhr wieder ab.

Den Nachmittag verbrachte ich entspannt an Deck und packte schließlich meine Koffer. Um 18:30 Uhr lud Kapitän John von der Donck, Hotelmanager George Marianovici und Cruise Director Christian Neichel zum Abeschiedscocktail in den Salon ein. Um 19 Uhr ereichten wir wieder Wolgast, jedoch fand gerade das hervorragende Gala-Abendessen im Restaurant statt, so dass die Durchfahrt durch die hochgeklappte Brücke zur Nebensache wurde. Den Abschluss des Essens bildete eine Eisbombe mit einer Parade der Crew, die absolut emotional war und locker mit jedem Hochseeschiff mithalten kann.

Foto: Der Hotelmanager George Marianovici

Der Abend endete für mich an Deck mit einem Cocktail und einem letzten grandiosen Sonnenuntergang dieser Reise. Sehr früh am nächsten Morgen erreichten wie Stralsund bei leichtem Regen. Ich verließ nach dem Frühstück um 9 Uhr die Swiss Diamond und begab mich auf die kurze Rückfahrt nach Travemünde.

Foto: Der letzte Sonnenuntergang der Reise

Viva Cruises – mein Fazit

Foto: Das Motto ist Programm!

Ich war das erste Mal mit Viva Cruises unterwegs. Das Routing, die stets freundliche und engagierte Crew sowie die gastronomischen Leistungen haben mich absolut überzeugt neben der großen Auswahl aus der Barkarte bei all-inklusive. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mehr als stimmig und gern empfehle ich diese Reederei weiter.

Die Swiss Diamond ist ein schönes Schiff. Die absenkbaren Fenster in der Kabine lassen auch mal Luft rein und erlauben es, wunderschöne Fotos zu machen. Einzig und allein die Kabinengröße passte für mich nicht. Ich hätte mir ein wenig mehr Platz gewünscht. Aber als erfahrene Kreuzfahrerin kam ich natürlich auch damit klar. Tägliches aufräumen der Kabine und jeden vorhandenen Platz gut ausnutzen, ist meine Empfehlung.

Foto: An Bord der Swiss Diamond

Zur Homepage von Viva Cruises geht es hier.

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