Mythos Griechenland – eine Woche AIDAblu Teil II

Ein Reisebericht von Hermann Graßl

Mythos Griechenland – Hermann war an Bord der AIDAblu und hat interessante, griechische Häfen bereist. Zurück gekommen ist er mit einem ausführlichen Reisebericht über das Leben auf dem Kreuzfahrtschiff, Kultur, Land und Leute. Heute gibt es schon Teil II des  spannenden Reiseberichts.

Mythos Griechenland, Heraklion, 08.09.21

Foto: Ein Tag am Strand

Der traumhafte Ammoudara Strand befand sich unweit des Hafens, nur einen Steinwurf entfernt und lud zum Entspannen regelrecht ein. Ins Meer endlich eintauchen zu dürfen, entpuppte sich als ungleicher Kampf mit den angespülten Wellen samt Seetang und Algenfang, was ich dann als Ergebnis mit zur Liege schleppte. Hier passt Sebastian Puffpaffs Bühnenprogramm mit dem Titel „Wir nach“ perfekt, denn seine Beschreibung mit ‚eingemuschelt worden zu sein‘ trifft den Nagel auf den Kopf. Genauso fühlte ich mich nach dem Bad im Meer hinterher.

Unsere Reiseführerin mit dem perfekten griechischen Vornamen „Chiara“ oder so ähnlich, was übersetzt ‘leuchtend, strahlend‘ bedeutet, gewährte uns knapp 3 Stunden Strandaufenthalt. Auf dem kurzen Weg per Bus zum Abholpunk,t verklickerte sie uns, dass es auf Kreta keine echte offizielle Hauptstadt gebe, was oft irrtümlich mit Heraklion gleichgesetzt würde. Die griechische Zentrale Athen befände sich von unserem aktuellen Stützpunkt ca. 360 km entfernt. Bemerkenswert war ihr Hinweis auf winterliche Landschaften hier auf der Insel, welche die fünf Größte im Mittelmeerraum sei. Zum Fotoshooting begleitete uns auch ein AIDA-Fotograf, der emsig nach geeigneten Passagieren Ausschau hielt. Leider konnte Heidi Klum nicht erspäht werden, so dass es heute kein Foto für die Interessenten gab, aber echte Wertschätzung.

Den Ausflug zum Palast von Knossos schenkte ich mir, da ich den Sitz von König Minos mit seiner unfassbaren 22.000 m² großen Kultstätte bereits bei einem früheren Mythos Griechenland kennenlernte.

Foto: Entspanung und Sonne pur

Ein erster Ausblick auf das Ziel Athen – Mythos Griechenland

Foto: Nächstes Ziel – Athen

 

Abendliches Highlight sollte die Quiz Show „Wer wird Millionär“ sein. Hierfür galt es rechtzeitig im Theatrium aufzutauchen, um eines der begehrten Abstimmungsgeräte zu ergattern und vielleicht auf dem heißen Stuhl Platz nehmen zu dürfen. Zuvor durften wir den emsigen Lektor Knut Edler nicht verpassen, der heute über Piraeus und Athen referierte und swieder wie gewohnt ein buntes Potpourri an Inputs bereithielt. Ausgerechnet heute mussten wir Knut mit dem Sail Away Event teilen, was uns schwerfiel. Hr. Edler von Hofmann zündete wie gewohnt wieder sein Feuerwerk an nicht endenden Fakten und Geschichten rund um Piräus und Athen.

Den Einstieg bildete eine Folie mit der Stadtmauer am Hafen, wo jeder ankommende Reisende von hoher See sofort die essentiellen Eckdaten sah: vor 2500 Jahren gewannen die Griechen gegen die Perser die entscheidende Seeschlacht vor der Insel Salamis.

Knut startete mit Themistokles der zum Sieger der o.g. Schlacht wurde und als Gründer von Piräus gilt. Er hatte bereits damals schon die strategische Bedeutung zum späteren Athen scharfsinnig erkannt, das geografisch einen Katzensprung von nur 8 km entfernt war. Piräus bot sich aufgrund der umliegenden drei Hafenbuchten ideal an, als hervorragender militärischer Stützpunkt. Die Ableitung des Stadtnamens stammt von der Göttin Athena, die sich bei der Entscheidungsfindung gegen den Meeresgott Poseidon durchsetzte, da sie den ersten Olivenbaum der Welt mitbrachte. Wohingegen das Geschenk des Meeresgottes Poseidon in einem Brunnen mit Salzwasser bestand, der keine Sinnhaftigkeit bot.

Das Dyonisus Theater war auch ein Muss für uns Passagiere, gleichwohl der westlich von der Akropolis gelegene Pnyx Hügel, wo Perikles eine Rednerbühne als Ausgangspunkt der Hügelgestaltung erkannte. Versammlungsanbau ist ein Synonym dafür. Auf dem Weg hinauf zur Akropolis kommen einem zum Schluss die berühmten Propyläen entgegen, diese Impressionen sollte man sich nicht entgehen lassen, bevor man die Oberstadt bzw. den höchsten Punkt der Stadt erreicht. Hier handelt es sich um den monumentalen Torbau zum heiligen Bezirk. Fast im gleichen Atemzug würde man das Parthenon als Jungfrauengemach streifen. Im Jahr 1687 ließen die die Venezianer dort ein Pulverfass explodieren. Die Osmanen hatten im Parthenon ein Pulvermagazin während die Venezianer Athen beschossen. Iktynos und Kallikrates fungierten als Co-Architekten des Parthenon.

Knut erzählte leidenschaftlich von der Figur Athene mit ihrer ganz speziellen Gestaltung. Das Prinzip Harmonie stand ganz oben. Wertvolles Elfenbein wurde über die Holzkonstruktion gelegt. Die Kriegsgöttin Nike führte Athene dabei in ihrer rechten Hand. Die Eule galt als Symbol der Weisheit und war hoch angesehen. m Rahmen der Entstehung der Akropolis wurde mit einem Seil gearbeitet, dessen Spiegelung dann für die nächsten Bauschritte diente. Die Säulen wurden hier außen platziert und zum Untergrund gerade aufgestellt. Die dabei entstehende Säulenform nennt man Entasis oder auch die Schwellung oder Bauchung des Säulenschaftes. Insgesamt erschien alles leicht kurvig. Mit Hilfe von Kanneluren wurden geschickt passende Rillen in die Säulen geritzt zwecks besserer Optik.

Der verwendete Marmor stammte aus dem Pendeli Steinbruch. Man nennt ihn deshalb auch pentelischer Marmor, der sich als extrem weiß und hell erwies. Knut referenzierte dann kurz über den Erechteion Tempel und erwähnt nebenbei, dass auch Poseidon seine gebührende Verehrung erhielt, obwohl er nur zweiter Sieger war.

Das Akropolis Museum, ebenso Pflichtprogramm für jeden Athen Besucher, wurde vom Schweizer Architekten Bernard Tschumi konzipiert. Weitere Hotspots und geschichtsträchtige Highlights im Zentrum der Stadt seien der Zeus Tempel, das Olympieion und der Hadrian Tempel. Ersterer war einer der größten Tempelbauten im antiken Griechenland. Im olympischen Stadion würde man von einer gleißenden Hitze empfangen. Dort fanden die olympischen Spiele statt, 1896, d.h. über 1500 Jahre nach dem historischen Fixpunkt 776.

Knut konnte nicht umhin, auf die Bedeutung der Agorá hinzuweisen: dabei handelte es sich um den zentralen Marktplatz mit der dazugehörigen Stoa, einer Säulenhalle. Kausal logisch lässt sich daraus der Begriff der Stoiker ableiten, die nach Marktschluss mit ihren Schülern durch das Areal schlenderten und dabei philosophierten. Das Forum Athen symbolisierte den römischen Marktplatz ganz im Gegensatz zum gängigen Forum Romanum in Rom.

Die Altstadt von Athen hieß Pláka und bedeutet umgangssprachlich Platte.

Eine Moschee dient nunmehr als Bibliothek. Der Syntagma Platz, zu dem die Pláka schnörkellos führte, war der Verfassung verschrieben. Knut wies dann auf das ehemalige Stadtschloss hin, das heute ein Parlamentsgebäude ist und machte einen kurzen Exkurs zum König von Griechenland, Otto von Wittelsbach, der dort eine kurze Regentschaft genießen durfte.

Ein Abstecher zur Villa ‚Iliou Melathron‘ von Heinz Schliemann durfte auch nicht fehlen in seinem reichhaltigen Fundus an Zahlen, Daten und Fakten. Knut schwärmte schließlich noch von der malerischen Attischen Westküste.

Das ganze Leben ist ein Quiz

Foto: An Bord von AIDAblu gibt es viel Entertainment

Jetzt waren wir optimal vorbereitet für die spätere Quiz Show, die nicht von Günther Jauch, sondern von der bezaubernden Janina moderiert wurde. Es konnte eigentlich nichts mehr schief gehen, mit diesem geballten Wissen musste ich es doch schaffen, ausgewählt zu werden.

Letztlich scheiterte ich aber schon kläglich an der Einstiegsfrage, was wohl auch dem etwas unhandlichen kleinen technischem Gadget geschuldet war. Die geistige Herausforderung lag in der 1:1 Umsetzung der Ziffern 1 bis 4 mit den Buchstaben A bis D. Ebenso musste man den richtigen Zeitpunkt für den Versand der Antworten herausfinden, was auch nicht immer so reibungslos geklappt zu haben schien. Na ja, was haben wir bisher gelernt? Der olympische Gedanke, dabei sein ist alles, der allein zählte und so klickte ich mich durch alle Fragen der Teilnehmer, da auch das Publikum gewinnen konnte mit demjenigen, der die meisten Fragen korrekt und am Schnellsten beantwortet hatte. Auch zu dieser Kategorie zählte ich am Ende nicht. Ein wenig frustrierend war es dann schon.

In Erinnerung bleiben wird mir vor allem eine Frage, die mit einem technischen Betriebssystem zu tun hatte. Zu 100% wusste ich die Antwort, doch ich wählte und klickte vorschnell und landete dann bei Antwort A, Arnold statt Android bei B – Welch ein unverzeihlicher Lapsus! Bei der Frage nach der Herkunft von Che Guevara war ich mir so was von sicher, doch aus meiner Sicht sehr irritierend war die Antwort. Argentinien anstelle von Kuba, das ich ganz fest auf meinem Zettel hatte. Auch hier muss ich wohl Buße tun und nochmals in mich gehen. Der Erwerb eines Rubelloses zum Gewinn der nächsten AIDA Reise, wäre ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Wer weiß, ob es ein Wink des Schicksals bzw. ein Ruf der griechischen Götter wäre.

Der weitere Abend an Bord

Natürlich durfte die Pflichtveranstaltung Prime Time auch an diesem Mittwoch nicht fehlen. Zu Gast war bei Janina nochmals unser Kapitän, Hr. Tönnies Kohrs, der über sein Herzensprojekt zur Stiftung „Cruise and Help“ berichtete und somit die Passagiere animierte, noch Lose zu erwerben für die Tombola zum Tag der Unterstützung und Wohltat. Ziel ist die finale Versteigerung einer selbst gestalteten Seekarte, die auf der Blu von einem Crew Mitglied dieses Mal kreiert wurde, anstelle des Kapitäns, der sonst den feinen Federstrich ansetzt. El Capitano schwärmte richtig beim Schwelgen seiner bisherigen Augen öffnenden Fahrten rund um den afrikanischen Kontinent. Insbesondere hat sich das authentische Lächeln der Kinderaugen tief in sein maritimes Gedächtnis eingebrannt.

Die AIDA Live Band, die auf dieser Fahrt on Bord war, zeichnete sich wie bereits in den Tagen zuvor durch eine hervorragende Gesangsqualität ihrer Leadsängerin sowie dem teilweise als Solist auftretenden Gitarristen, Lee Wheatman aus. „The Deal“, wie die Gruppe sich nannte, war ein echter Augen- und Ohrenschmaus auf der Blu.

Der Pianist Nenad bildete mit „The Deal“ ein kongeniales musikalisches Duo. Der sympathische Grieche wartete mit einem breit gefächerten Repertoire an klassischen und modernen Melodien auf, die er abwechselnd im Theatrium oder in einer der vielen AIDA Bars zum Besten gab.

Den abendlichen krönenden Abschluss sollte die Late Night Biergarten Pool Party auf Deck 11 darstellen, zumal ich dort meinen zweiten Versuch unternahm, die AIDA Gastgeberin Vanessa zu erspähen, um mich mit ihr über ihre Eishockey Passion zu unterhalten. Auch dieser Versuch eines Treffens verpuffte irgendwie, obwohl alle charmanten Hosts dort präsent waren und leckere Brotzeit an die Gäste verteilten.

Na ja, aller guten Dinge sind ja drei und ich harrte weiter in Geduld aus, um schließlich doch noch den an anvisierten Gedankenaustausch zu realisieren. Ich nehme es mal vorweg, mein dritter Versuch sollte von Erfolg gekrönt sein, quasi eine göttliche Fügung.

Mythos Griechenland, Rhodos, 09.09.21

Foto: Ankunft auf Rhodos

Schon die Ankunft im beschaulichen Hafen von Rhodos, bei traumhaften sommerlichen Temperaturen, war wieder mal ein Höhepunkt der Tour. Es wird gemunkelt, dieser mystische Ort zeichnet sich durch 3.000 Sonnenstunden im Jahr aus. Hier dürfte durchaus was Wahres dran sein, konnten wir dies an diesem Tag sonnenklar bestätigen. Die Sage um den Sonnengott Helios passt hier gut rein.

Der Name Rhodos entstammt dem vorgriechischen und hat seinen Ursprung im Granatapfel entgegen der Vermutung seiner Herkunft aus dem altgriechischen ‚Rose‘. Umrahmt von einem alten Turm hatte man einen herrlichen Blick in die nahegelegene Altstadt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer und dem gut sichtbaren Minarett. Ich war gespannt auf die bevorstehende Stadtführung, denn heute war ich autark unterwegs, da Timon zwei eigenständige Ausflüge gebucht hatte. So konnte jeder von uns mal seinen Freiraum genießen. Einziges Manko sollte nur die Mittagshitze in dieser kulturträchtigen Metropole werden, aber für dieses Juwel nimmt man ja alles in Kauf.

Spaziergang in der Altstadt

Foto: Spaziergang in der Altstadt

Rhodos gilt als eines der besterhaltenen Beispiele für eine mittelalterliche Ordensstadt. Mein Spaziergang vom Schiff in die Altstadt von Rhodos führte mich zuerst in einem kurzen Abstecher in Richtung Neustadt, wo wir vom Ufer aus die beiden berühmten Figuren des Hirsches (Elafos) und der Hirschkuh (Elafina) bewundern konnten, zwischen denen der Sage nach der damalige Koloss von Rhodos seinen Sitz gehabt haben soll. Es handelt sich wohl aber hier um einen Mythos, denn seine Statue sei näher am Hafen zu verorten. Letztendlich fiel der Kolossos einem Erdbeben zum Opfer.

Im gemütlichen Schritttempo flanierten wir dann weiter in die Altstadt, einem fantastischen kulturhistorischen Juwel der Insel. Von zahlreichen Bäumen der Gattung Ficus Benjamini sowie herrlich blühenden Bougainvillea eingerahmt ,schlenderten wir auf einem Kopfsteinpflaster zuerst die weltbekannte Ritterstraße hinauf, wo sich heute noch bewohnte Häuser sowie kleine Kirchen befinden. Links und rechts konnte man pittoreske Motive erspähen. Oben angekommen, standen wir vor dem mächtigen Großmeister Palast, der sogar mal Mussolini als Urlaubsquartier gedient haben soll.

Foto: Begegnung in der Altstadt

Leider war die in rotem Backstein gehaltene Süleyman-Pascha-Moschee nicht für Publikum zugänglich. Stattdessen durften wir den lt. unserer Tour Guide historischen Zufall genießen: die Stadt bekannte mit dem Steinmuster farblich nahezu identische Katze namens Phillomena, die ‚Mutige‘ machte ihre Aufwartung auf der Mauer posierte für eine Fotosession. Scheinbar war dieses außergewöhnliche Kätzchen das griechische Top Model, denn Phillomena agierte in beeindruckender Selbstsicherheit vor uns Touristen und war offensichtlich bestens vorbereitet für das Shooting.

Im weiteren Verlauf unseres Spaziergangs überquerten wir den Hippokrates Platz, der sich als Hotspot der City einen Namen gemacht hat mit seinen vielen Bars, Restaurants und Nightclubs. Ein wahres Panoptikum an Interessenvielfalt. Die Altstadt hatte so viele spannenden Ecken zu bieten, nur der stetig zerbröselnde Sandstein der Stadtmauer stellt die aktuelle Problemzone dar.

Die Stadtführerin erwähnte am Ende noch die am heutigen Tag stattfindende Beerdigung der weltbekannten musikalischen Ikone, Mikis Theodorakis, der auf Kreta geboren wurde. Jeder Grieche würde an diesem Tag nochmals seinen berühmten Klängen lauschen, u.a. wurde er mit dem Film „Alexis Sorbas“ und seinem unvergesslichen Ohrwurm artigen Sirtaki zur Gallionsfigur in Griechenland und der Weltbühne.

Totale Spannung bei der Tombola

Foto: Die begehrte Seekarte

Verdientermaßen gönnte ich mir – nach einem ersten sympathischen Plausch mit Knut – am frühen Abend eine Rückenmassage im Body & Soul Bereich auf Deck 12, bevor dann ab 20 Uhr die Verlosung der Tombola auf dem Programm stand, der wir schon erwartungsvoll entgegenblickten. Selbstredend müssten wir mit unseren beiden Losen 145 und 147 den Sahnepreis, sprich den Blick hinter die Kulissen mit dem Capitano samt dem Hotel Direktor, abschöpfen.

Die Spannung war zu spüren. Janina spannte uns dann auch noch mehr auf die Folter, als sie einen besonderen Act einer russischen Künstlerin anmoderierte. Hier ging es um das Thema Warten, was ja nicht passender hätte gewählt werden können für die bevorstehende Ziehung.

Dann war es endlich soweit und eine gute Fee der Crew, zog sukzessive die 10 Lose. Unsere Nervosität stieg ins Unermessliche und wir lauschten wie gebannt den gezogenen Nummern, doch unsere zweite Ziffer 1 schien irgendwie wie verhext nicht mit von der Partie zu sein. Egal, wir subsumieren diesen Event unter das olympische Motto „dabei sein ist alles“ und stürzten uns alternativ auf die Cocktails als Entschädigung.

Unmittelbar danach wurde zur Versteigerung der minutiös angefertigten Seekarte gerufen. Dabei holte sich Janina tatkräftige Unterstützung von der Kunstexpertin, die sonst die Auktionen mit ihrem Hammer schlagfertig leitete. Bevor der erste Euro aufgerufen wurde, durfte der Schöpfer dieser ganz besonderen Karte seine Aufwartung auf der Bühne machen. Das Crew Mitglied, Charly, ein Service Techniker, der in seinem sonstigen Leben auch als Künstler unterwegs ist, hatte dieses weltweit einzigartige Kunstobjekt ins Leben gerufen, wahrlich eine stolze Leistung dieses fleißigen Angestellten der AIDA Familie. Ein weiteres Objekt stammt ebenfalls von ihm, nämlich der Anker im Whirlpool auf Deck 12 in der Wellness Oase

Die Gebote starteten in 10 Euro Abständen ab dem Einstiegsgebot von 100 €. Ab erreichten 500 Euro ging es nur noch mehr als schleppend voran mit den Handzeichen der Gäste. Nun musste Niko Formanek, der Comedian, eingreifen, der vor der Tombola seine zweite furiose Show absolvierte. Dank seiner komödiantischen, schlagfertigen und spontanen Kreativität schaffte er es, die anwesenden Passagiere zu animieren und motivieren, weiter zu bieten und die Angebote in schwindelerregende Höhen zu treiben. Dabei nutzte er seinen Wiener Scharm und bot zusätzlich seine Unterschrift auf der Seekarte sowie ein AIDA Modell aus dem Shop als Anreiz an. Als dies noch nicht so richtig zog, warf er noch Champagner und Ritzenhof Gläser in den Ring. Schließlich zog er seinen letzten Joker und bot seine Präsenz beim Rossini an. Erst die Offerte des Kapitäns, die Karte final zu signieren, führte dann zum ultimativ letzten Gebot von 850 €. Damit wurde eine vorzeigbare Summe erzielt, welche die Stiftung Cruise & Help nachhaltig unterstützte. Als Sahnehäubchen akzeptierte der glückliche Gewinner doch noch die Einladung von Niko, was den Comedian sichtlich rührte. In seiner Show zuvor streifte Niko übrigens so brisante Themen wie Pubertät, die bei vielen Menschen erst mit 37 Jahren endet, Dummheiten in der Jugend, von denen er selbst berichten konnte sowie den verzweifelten Versuchen der Männer Eindruck bei ihren Frauen zu schinden.

Die nächtliche Abschlussrunde

Foto: Nächtliche Impression

Gegen 21:30 hatte ich es endlich geschafft, „meine“ Vanessa bei den Shops ausfindig zu machen. Heureka, das Warten hat sich doch gelohnt. Sofort war eine thematische Brücke geschlagen mit meiner Kölner Expertise als Volontär bei der WM 2017. Es war total lustig, da sie auch so einige Mitstreiter beim damaligen Redaktionsteam im Pressebereich kannte. Das hätte ich nicht erwartet, ebenso nahm sie am Sonderzug nach Straubing vor drei Jahren teil, wo sie mein sportliches Wohnzimmer sehr schätzte. Welch ein Zufall und was für schöne Gemeinsamkeiten in der großen fairen Eishockey Familie der PENNY DEL. Vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit für ein Treffen in der Lanxess Arena oder sogar am Pulverturm.

Auf meiner nächtlichen Abschlussrunde besuchte ich noch die Kunstlesung im Theatrium auf Deck 9. Es ging um die Fairytales of Fertigmann, die abwechselnd von Janina und der Kunstexpertin vorgetragen wurden. Lesson learnt für mich, der Name „Fertigmann“ stammt eigentlich von Ferdinand.

Hat Euch Hermanns Reisebericht bisher gefallen? Am Samstag, den 25.09.21 geht es weiter mit Teil III. Dann geht es nach gemäß dem Motto: „Mythos Griechenland“ nach Piraeus, Athen und zu einem Seetag. Auch ein ausführliches Resümee der Reise wird nicht fehlen.

Alle Fotos wurden mir von Hermann für diesen Blogbeitrag „Mythos Griechenland“ zur Verfügung gestellt.

Zur Homepage von AIDA geht es hier.

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