Isle of Wight – ein besonderer Landgang

Außergewöhnlich schön!

Isle of Wight – im Rahmen meiner Kreuzfahrt mit der Ocean Majesty „Karibisches Flair im Ärmelkanal“ besuchte ich auch die Isle of Wight. 2018 war ich bereits mit der regionalen Reiseleiterin Jane dort verabredet. Damals konnten wir nicht tendern, am 05. Juni 2023 klappte es dann und wir verbrachten zusammen ein paar schöne Stunden.

Im heutigen Blogbeitrag nehme ich Euch also mit auf Landgang auf die Isle of Wight.

Isle of Wight – Carisbrooke Castle

Foto: Dicke Mauern umgeben das Schloss, was sich in der Vergangenheit oft verteidigen musste

Um 09 Uhr 45 trafe ich Jane bei schönstem Sonnenschein im Hafen von Cowes und wir machten uns sofort auf den Weg in Richtung Kreidefelsen, die sich an der Westküste der Insel befinden.  Auf dem Weg dorthin passierten wir Newport, die Hauptstadt der Insel, die seit 1974 eigentständig ist. Wir sahen Carisbrooke Castle auf dem Hügel und ich gestand Jane meine Vorliebe für alte Burgen. Sofort änderte sie ihren Plan und fuhr mit mir hinauf zu dem 1.000 Jahre alten, normannischen Schloss. Für eine Innenbesichtigung blieb keine Zeit, aber ich sah mich ein wenig vor dem Schloss und im Souvenirshop um.

Jane vermittelte mir viele, interessante geschichtliche Hintergründe über das Schloss. Ich fand es spannend, dass das Museum 1898 von Prinzessin Beatrice gegründet wurde, die es gern als ihre Sommerresidenz nutze. So ist es das einzige Museum, was von einem Mitglied des britischen Königshauses gegründet wurde.

Foto: Mehr „royal“ geht nicht

Ilse of Wight – wie Sylt nur ruhiger!

Foto: Wie in einer Filmkulisse

Danach fuhren wir weiter durch herrliche Landschafte mit üppigen Hügeln und Schafen und die Isle of Wight zeigte sich mir in all ihrer Schönheit. Ich kam mir ein wenig vor wie auf Sylt, nur mit sanftem, sehr sanftem Tourismus. Ich war begeistert. Nachdem Jane erfuhr, dass ich auf Rosmunde Pilcher-Filme stehe, ließ sie es sich nicht nehmen, mir ein passendes Anwesen zu zeigen.

Dann gab sich mir das erste Mal von Landseite der Blick auf die atemberaubende Steilküste und ihre Kreidefelsen frei und ich war nun richtig aufgeregt. Jane plauderte etwas über die Geschichte der Dinosaurier und das wunderbare Licht an der Westküste, genannt West-Wight, weil es dort keine Luftverschmutzung gäbe. Auch über berühmte Dichter sprach sie, z.B. über Alfred Lord Tennyson, der 40 Jahre auf der Insel lebte.

Foto: Die Kreidefelsen am Horizont

Isle of Wight – Freshwater Bay

Foto: Das Museum Dimbola

Vor den Kreisefelsen gab es dann noch einen Stopp in Freshwater Bay (der Stadt in der der berühmte Dichter gewohnt hatte) am Dimbola Museum. ich erfuhr alles über die Pionier- Porträtfotografin Julia Margaret Cameron. Sie begann erst im Alter von 48 Jahren mit der Fotografie und schuf außergewöhnliche Porträts und verewigte auch religiös-romantische Szenen. Sie zählt zur Fotografin der viktorianischen Epoche. Warum eine Statue von Jimi Hendrix in ihrem Garten steht, sollte ich später erfahren.

Als nächstes passierten wir eine der ältesten Kirchen der Insel. Es war die erste Kirche die ich sah, die mit Reet gedeckt war. Kurze Zeit später kamen wir auch am Haus des Dichters vorbei, Farringford House, aber es blieb für eine Besichtigung natürlich keine Zeit.

Foto: Kirche St. Agnes im Süßwasser ist die einzige reetgedeckte Kirche auf der Isle Of Wight und stammt aus dem Jahre 1908

Isle of Wight – The Needles

Foto: Die brühmten „Nadeln“

Kurze Zeit später kamen wir auf dem Parkplatz an den Kreidefelsen an und mussten erstmal warten, um auf den Platz zu gelangen. Hier sah es ein wenig aus wie Disneyland, aber das fand ich nicht schlimm. Jane kannte die Plätze genau von wo man auf die verschiedenfarbigen Klippen von Alum Bay und natürlich auch die Needles sehen konnte. Bei den „Nadeln“ handelt es sich um drei Felseninseln aus Kreide, die vor der Westspitze der Insel aus dem Wasser schauen. Am Ende steht der Leuchtturm Needles Lighthouse, der bis 1994 noch besetzt wurde, jetzt aber automatisiert ist.

Foto: Blick auf die steilen Klippen

Isle of Wight – Europas Woodstock

Foto: Das Festival-Gelände von 1970

Zurück ging es dann in Richtung Cowes und wir kamen auch an den grünen Hängen vorbei, wo einst das berühmte IOW-Festival (Europas Woodstock) im Jahre 1970 auf dem Gelände der East Afton Farm stattgefunden hatte. Ich habe mir später dazu BIlder im Internet angesehen und konnte es kaum glauben, dass dort 600.000 bis 700.000 Menschen gewesen warem. Es gilt als das bestbesuchte Festival in der Geschichte des Rocks und auch Jimi Hendrix trat damals hier auf.

Die Betreiber des Museums Dimbola hatten viel mit den insgesamt drei Fesivals (1968, 1969 und 1970) zu tun und deshalb steht Jimis Figur dort auch heute noch im Garten.

Foto: Jimi im Garten für immer und ewig

Mein Fazit

Foto: Mit Jane auf Tour über die Insel

Mir hat der dreistündige Ausflug mit Jane einfach hervorragend gefallen, denn die Chemie zwischen uns stimmte auf Anhieb. Sie erkundigte sich schon vor der Reise nach meinen Vorlieben und Interessen und gestaltete danach das Programm. Natürlich war die Zeit zu knapp, aber meine Begeisterung für die Isle of Wight ist absolut geweckt und ich würde gern dorthin zurück kehren und deutlich länger bleiben mögen, auch gern mehr als nur einen Tag. Danke Jane! 🙂

Foto: Zurück am Hafen wartete schon die Ocean Majesty auf mich

 

Du kommst auf die Isle of Wight und hast Lust auf eine Tour mit Jane? Dann clicke hier (und bestelle schöne Grüße von mir. Ich habe nicht davon, aber Jane freut sich sicherlich).

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