Plan B von Brina Teil I – Hansestadt Einbeck statt Schärengärten der Ostsee

Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Plan B von Brina – meine zweite Leidenschaft nach Kreuzfahrtschiffen gehört alten Oldtimern! Da meine Reise „Schärengärten der Ostsee“ mit AIDAaura für Anfang September coronabedingt abgesagt wurde, beschloss ich endlich Einbeck und vor allem den PS Speicher zu besuchen. Ein Ausflug, den ich schon lange vor hatte und, der nun umgesetzt wurde. Landprogramm statt Seefahrt, so geht es nun schon das ganz Jahr 2020!

Plan B von Brina – das Hotel FREIgeist Einbeck

Foto: Das Hotel FREIgeist in Einbeck

Nach einer ziemliche langen Anreise, ich benötigte fast sechs Stunden für knapp 300 Kilometer, checkte ich am späten Nachmittag im „FREIgeist“ ein. Das Hotel bezeichnet sich selbst als DAS Hotel für Quertüftler und Ideenschrauber und wurde 2015 eröffnet. Es liegt direkt am P.S. Speicher und am Fuße der schönen Altstadt von Einbeck. Die Einrichtung ist stylisch, minimalistisch, und immer mit dem Fokos auf das Thema Automobil. Ich bewohnte ein Zimmer im 2. Stock mit direktem Blick auf den Speicher. Die Zimmer sind stilgerecht eingerichtet, aber ohne viel Schnickschnack. Im schönen Badezimmer konnte ich Pflegeprodukte von LA BRUKET Naturkosmetik nutzen.

Foto: Mein Zimmer – im Hotel überwiegen Industrielampen

Besonders gut hat mir auch die Dachterrasse im 4. Stock gefallen. Lounge-Möbel, Hängematen und Sand fand ich dort vor und einen schönen Ausblick in die Ferne über Einbecks Felder. Dort befindet sich auch eine kleine Sauna und einen Fitnessraum, die ich aber nicht genutzt habe. Im Erdgeschoss sind neben verschiedenen Tagungsräumen auch ein großer Raum, der am Abend als Bar und am Morgen als Frühstücksraum genutzt wurde. Ihn umgibt auch eine Terrasse, so dass man auch am Abend noch draußen sitzen konnte. Das Frühstück war spitze!

Foto: Im FREIgeisthotel ist das Thema Automobil überall präsent

Neben warmen Eierspeiesen und Würstchen gab es regionalen Aufschnitt, diverse Brotsorten und Brötchen sowie süßen Brotaufstrich. Daneben Quark, Müsli, verschiedene Säfte, da blieb kein Wunsch offen! Das Frühstück war in Buffetform angerichtet und am Buffet musste ich eine Maske tragen, ebenso wie im kompletten Hotel, nur in der Bar am Platz und im Zimmer nicht. Erwähnen möchte ich auch noch den großen Parkplatz, der sich direkt neben dem Haus befindet.

Plan B von Brina – die Altstadt von Einbeck

Foto: Rathaus von Einbeck

Am frühen Abend unternahm ich dann einen Spaziergang in die nahe, historische Altstadt von Einbeck. Einbeck ist eine alte Hansestadt und im Zentrum fand ich viele, wunderschöne und gut erhaltene Fachwerkhäuser vor. Besonders begeistert hat mich am Marktplatz das Alte Rathaus und der Eulenspiegel Brunnen und Häuser aus der Rokoko- und Renaissancezeit. Ich sah zahlreiche Stadtführer, zumeist in historischen Gewändern, so dass ich mich wie im Mittelalter fühlte.

Foto: Die Bierprobe im Brodhaus

Einbeck wird auch gern als die Bierstadt bezeichnet, denn sie hat eine jahrhundertalte Brautradition. Das musste ich natürlich probieren und so kehrte ich in das Brodhaus Einbeck ein, welches direkt am Marktplatz gelegen ist. Es ist das älteste Wirtshaus Niedersachsens. Ich bestellte die „Bierprobe“ umd bekam fünf frisch gezapfte Biersorten zu je 0,1 auf einem Bierbrett serviert. Ehrlich, sie schmeckten alle gut!

Foto: Das Brodhaus bietet schöne Räumlichkeiten

Zum Essen wählte ich aus einer großen Karten das Einbecker Senfschnitzel mit einem Salatteller und Bratkartoffeln. Es wird nach einem Hausrezept zubereitet mit einer panierten Hülle aus verschiedenen Einbecker Senfsorten. Satt und glücklich begab ich mich wieder in mein Hotel und nach einem kleinen Absacker an der Hotelbar, war der erste Tag für mich auch schon beendet.

Plan B von Brina – Besuch beim Einbecker Ankerpunkt

Foto: Im Ankerpunkt in Einbeck mit Reisebüroinhaberin Dagmar

Bevor es zur Besichtigung des P.S. Speichers ging, fuhr ich erst 15 Kilometer in Richtung Kreiensen, um endlich Dagmar Pelle-Traupe persönlich kennen zu lernen. Sie ist mein Einbecker Ankerpunkt mit ihrem Reisebüro im Leinetal und verkauft damit auch dort alle meine Bücher.

Dieser Besuch war eine gute Gelegenheit zum Austausch. Fast eine Stunde saßen wir zusammen in ihrem Büro und plauschten über Bücher, Reisen und die aktuelle Situation der Kreuzfahrten. Dagmars Büro gibt es schon über 20 Jahre und sie ist eine wahre Kämpfernatur. Ohne Corona hätten wir uns vielleicht nie kennengelernt und wir versprachen uns, wenn die Zeit wieder normaler würde, unbedingt mal einen Kundenabend zusammen zu gestalten. Darauf freue ich mich schon!

Plan B von Brina – Besuch im P.S. Speicher

Foto: Alles begann mit 2 Rädern

Zurück in Einbeck begab ich mich dann gegen Mittag zum Speicher. Es waren schon Besucher da, wenn es auch nicht überfüllt war. im ganzen Speicher herrschte Maskenpflicht und es war sehr warm. Die Tour begann im 6. Stock und dann arbeitete man sich von Etage zu Etage wieder ins Erdgeschoss zurück. Es waren zwei Gruppen mit Führungen anwesend und ich versuchte immer antizyklisch zu gehen. Das Museum beherbergte die größte Automobilausstellung Europas. Im ehemaligen Kornspeicher wurden mehr als 400 Fahrzeuge ausgestellt und der Besucher erlebt chronologisch alle Epochen und Phasen der Entwicklung der Motorisierung.

Foto: Auch ein Einblick in den „alten“ Kornspeicher ist noch möglich

Ergänzend gibt es interaktive Parts und Fotoboxen. Für mich persönlich waren es ein wenig zu viele Motorräder, aber das gehört zu der Entwicklung mit dazu. Mich begeisterten eher die alten Autos  und ich freute mich, in der Ausstellung das alte weiße Golf Cabrio von Sascha Hehn aus der Schwarwaldklinik und den DeLorean von Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ zu finden.

Foto: Seht Ihr Sascha im Geiste auch hineinhüpfen? 🙂

Nach der Tour musste ich erstmal an die frische Luft und besuchte die „Genusswerkstatt“, die sich direkt neben dem Museum befand. Bei einem kühlen Getränk und einem Dessert tankte ich wieder Kraft, für die zweite Runde durch das Museum. Inzwischen waren deutlich mehr Besucher eingetroffen.

Foto: Ausstellung KLEIN ABER MEIN

Danach ging es dann durch die unteren Räumlichkeiten der Ausstellung. In der Sonderausstellung „Opel von Kadetten und Kapitänen“ waren insgesamt 16 Fahrzeuge aus unterschiedlichen Jahrzenten zu sehen. KLEIN ABER MEIN lautete der Ausstellungstitel eines anderen Raumes, wo eine europäische Sammlung von Kleinwagen geboten wurde, die zum Teil bis 2004 in einem Privatmuseum in Störy zu sehen war.

Plan B von Brina – der Abend in der Genusswerkstatt

Foto: Abendhimmel über Einbeck

Nach soviel Input gönnte ich mir entspannt im Hotelzimmer eine kleine Ruhepause, bevor es um 18 Uhr an den reservierten Tisch in der Genusswerkstatt ging. Die Idee des Restaurants war, dass Besucher nach den zündenden und findigen Ideen der Speicherausstellung hier nun die Energie der Feuerküche finden.

Foto: Geburtstagsüberraschung in der Genusswerkstatt

Deshalb bildete Gegrilltes auch die Basis der Küche und ich ließ mich nur zu gern von dieser Philosophie einfangen. Aus der Speisekarte oder besser dem „Werkstattbuch“, wählte ich das Flanksteak aus Uruguay mit selbstgemachter Kräuterbutter und Pommes. Ein wahrer Traum an Fleisch, welches zart auf der Zunge zerging. Dazu gab es passend den Sonnenuntergang hinter der Kulisse des FREIgeist Hotels. Die überaus freundliche und aufgeweckte Kellnerin überraschte mich schließlich noch mit einem HAPPY-BIRTHDAY-Nachtisch, damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Foto: P.S. Speicher bei Nacht

Zurück im FREIgeist gab es noch einen letzten Absacker an der Bar und dann fiel ich müde nach den Erlebnissen des Tages ins Bett. Auf dem großen Fernsehbildschirm zappte ich noch ein wenig im TV, schlief aber schon bald tief und fest ein. Am nächsten Morgen verließ ich Einbeck schon früh, natürlich nicht ohne das üppige Frühstücksbuffet zu genießen. Schon gegen kurz nach 9 Uhr schlug ich den Weg gen Norden und damit nach Travemünde ein. Über diesen Aufenthalt und Plan B Teil II berichte ich hier auf meinem Blog in Kürze weiter.

Mein Fazit

Foto: Einbeck hat viel zu bieten!

Landurlaub kann auch schön sein und ich freue mich, dass ich es endlich mal in den P.S. Speicher, der genau wie die Stadt Einbeck einfach sehenswert ist, geschafft habe. Ohne Corona hätte es vielleicht noch länger gedauert. Meine Seereise zu meinem 50igsten Geburtstag werde ich irgendwann nachholen, ganz bestimmt.

Hier geht es zum P.S. Speicher für alle, die gern weitere Informationen erhalten möchten.

Und hier geht es zum Restaurant „Genusswerkstatt“, welches unbedingt bei einem Tripp nach Einbeck besucht werden sollte.

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