Psycho-Krimi aus dem Taunus – Buchtipp

Wer schläft, mordet nicht

Psycho-Krimi aus dem Taunus – mit ihrer neusten Bucherscheinung „Wer schläft, mordet nicht“ begiebt sich Autorin Connie Albers in ein neues Genre, dem Krimi. Der Ursprung war tragisch und echt erlebt: Ein guter Freund war von heute auf Morgen verschwunden und die Autorin suchte mit vier Freundinnen nach ihm. Der Rest des Buches ist natürlich fiktiv, aber Connie machte uns alle mit diesem Werk zu Protagonistinnen. 

Heute stelle ich Euch den Krimi näher vor, der an vielen schönen Plätzen im Taunus in Kelkheim und Umgebung spielt.

Psycho-Krimi aus dem Taunus – zum Inhalt

Foto: Das Buch-Cover

In einem kleinen Ort im Taunus wird der bekannte Buchhändler Georg Thelen vermisst. Trotz intensivster Suche seiner Freundinnen, bleibt er verschwunden. Eines Abends glauben sie, den Gesuchten in einer Fernsehsendung zu erkennen. Ein Patient einer Klinik im Westerwald wird verdächtigt, seinen Krankenpfleger erwürgt zu haben. Mysteriös an diesem Fall ist die Tatsache, dass der Verdächtige seit einigen Wochen im Koma liegt. Fünf Damen aus seinem Freundeskreis entwerfen einen Schlachtplan, um ihren Freund aus den Fängen der Justiz zu befreien. Sie sind davon überzeugt, dass es sich nur um einen Irrtum handeln kann! Gibt es eine Verbindung zwischen Georg und dem ermordeten Pfleger? Die Spur führt sie zurück in das letzte Jahrhundert.

Nachdem sie sich in ihren bisherigen Werken den tiefgründigen Fragen des Lebens gewidmet hat, nimmt die Autorin Connie Albers ihre Leser nun mit in die beklemmende Atmosphäre einer Intensivstation, wo der hilflose Patient sich den heimtückischen Attacken seines Pflegers ausgesetzt sieht. Mit psychologischer Präzision gelingt es ihr, die Schauplätze der Gegenwart mit den Ereignissen der Vergangenheit zu verweben, wodurch ihr Roman eine Atmosphäre von enormem Tiefgang gewinnt. Dabei spannt sie meisterhaft den Bogen von Gewalt und Bosheit zu solch universellen Werten wie Loyalität, Freundschaft und dem Glauben an eine innere Kraft, die selbst extremen Belastungen und Herausforderungen standhält. Feinfühlig beschreibt sie ihre Protagonisten, indem sie deren Eigenheiten hervorhebt. Mit diesem Werk beweist die Autorin ihre Fähigkeit, sich in unterschiedliche Charaktere einzufühlen.

Psycho-Krimi aus dem Taunus – Autorin Connie Albers

Foto: Autorin Connie Albers in Eppstein (Foto Michael Dauber)

Die Autorin Connie Albers wurde in Frankfurt/M. geboren und lebt im Taunus, wo auch ihr aktueller Roman spielt. Sie ist Mutter von zwei Kindern und Großmutter von fünf Enkelkindern. Daneben ist Connie Albers Kunsttherapeutin und psychologische Beraterin. Neben ihrem langen Berufsleben fand sie in der Malerei vor vielen Jahren ihre weitere Berufung. Ein großer Schwerpunkt ihrer Malerei sind Engel, die sie mit mutmachenden und inspirierenden Botschaften in die Welt sendet. Aus dieser Berufung heraus entstand der Wunsch, zu schreiben, um ihren Bildern noch mehr Aussagekraft zu verleihen. Ihre Vision, Heilendes, Künstlerisches und Spirituelles miteinander zu verbinden, sieht sie in ihren Bildern und Texten verwirklicht.

Ihr erstes Werk „Umarmt von deinem Engel“ entstand 2017 und erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Das Jahr 2020 mit seiner speziellen Problematik war Anlass zum Buch „Der Schatz liegt in dir“- ein Selbsthilfeprogramm zum Umgang mit Krisen. Ebenfalls in diesem Jahr erschien ihr Kinderbuch „Jöpe mit dem Himmelslicht“, ein Kinderbuch, das auch große Menschen verzaubert. Mit zwei Weihnachtsgeschichten ist sie in der Anthologie „Weihnachten im Taunus“ des BVJA, erschienen im November 2021 vertreten. Mit den lyrischen Texten „Mohnrot – Einundzwanzig Tage im Ukraine-Krieg“ beschäftigte sich die Autorin im Frühjahr 2022 mit der aktuellen Problematik von geflüchteten Frauen aus der Ukraine. Im Sommer 2025 erschien ihr Buch „Über allem ein Engel – Magische Geschichten“, das von wunderbaren Begegnungen in Märchenform erzählt.

Spannend, humorvoll und berührend ist dieser Psychokrimi von Connie Albers. Sie schlägt mit ihrem regionalen Werk eine Brücke zu ihren vorigen anderen Werken, indem sie meisterhaft menschliche Abgründe mit Werten wie Liebe, Freundschaft und dem Glauben an das Gute verwebt. Mit ihrem neuen Genre beweist sie ebenfalls Einfühlsamkeit und psychologische Beobachtungsgabe (Quelle: Amazon)

Psycho-Krimi – ich bin eine Romanfigur

Foto: Autorin Connie Albers verwandelte mich in eine Romanfigur

Plötzlich eine Romanfigur zu sein, fühlt sich unendlich besonders an. Im neuen Werk von Connie bin ich die Autorin Bea Mannstein, stets neugierig, offen und immer auf der Suche nach neuen Kooperationen in nahezu jeder Lebenslage. Die Figur Bea ist mir sehr nahe und tatsächlich habe ich einige Sachen, die im Buch beschrieben werden, damals wirklich getan, als unser gemeinsamer, literarischer Freund von heute auf Morgen verschwand.

Für mich ist das Buch auch eine Art Erinnerung an die damalige Zeit, die für uns alle schwer war. Gerd hat mir in meinen Anfängen als Autorin unendlich viel geholfen und den Weg zu manchen Buchhandlungen und literarischen Kooperationspartnern geöffnet, die heute noch Bestand haben. Kennengelernt habe ich ihn bei einer Lesung von mir in einem Cafe in Fechenheim.

Psycho-Krimi – meine Lesermeinung

Foto: In Erinnerung an die guten alten Zeiten mit Gerd

Schon das erste Kapitel des Psycho‑Krimis zieht den Leser in eine Atmosphäre, die so real wirkt, dass man meint, man wäre dabei. Autorin Connie Albers versteht es meisterhaft, die Idylle eines kleinen Taunus‑Ortes mit der beklemmenden Welt einer Intensivstation zu verweben. Der verschwundene Buchhändler Georg Thelen, die rätselhafte TV‑Entdeckung und ein Patient, der angeblich mordet, obwohl er im Koma liegt – das ist Stoff, der einen nicht mehr loslässt. Als Leserin war ich sofort mitten in der Geschichte, als Romanfigur Bea Mannstein sogar noch näher dran.

Die fünf Freundinnen, die sich unbeirrbar auf die Suche nach der Wahrheit machen, sind so liebevoll und präzise gezeichnet, dass man jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen kann. Ihre Loyalität ist das emotionale Herz des Romans und genau das macht ihn so besonders. Die Autorin zeigt im für sie neuen Krimi-Genre, wie feinfühlig sie Charaktere zum Leben erweckt. Mit psychologischer Präzision führt sie durch Gegenwart und Vergangenheit, durch Schuld, Angst, Freundschaft und die stille Kraft, die Menschen selbst in extremen Situationen tragen können. Die Szenen auf der Intensivstation gehören zu den eindrucksvollsten, die ich seit Langem gelesen habe: Bedrückend, realistisch und gleichzeitig voller Menschlichkeit.

Für mich ist „Wer schläft, mordet nicht“ ein Roman, der weit über den klassischen Krimi hinausgeht. Er ist spannend, tiefgründig, regional geprägt und berührt auf eine Weise, die nachhallt. Ein Buch, das man nicht einfach zuklappt, sondern noch eine Weile auf sich wirken lässt.

Fazit: Ein regionaler Psycho‑Krimi aus dem Taunus mit Seele, Raffinesse und einer starken Botschaft. Er bekommt meine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Leser aus dem Taunus, sondern für alle Fans von Psycho-Krimis, die vielleicht dabei auch unsere Region – den Taunus – entdecken mögen. Ich vergebe fünf Sterne.

Liebe Connie, ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit dem Buch und sage DANKE, dass Du dieses Buch geschrieben hast. 

Zu einer kleinen Leseprobe geht es hier. Das Taschenbuch kostet 17 EURO, E-Book 9,99 EURO. ISBN: 978-3696398927

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