OCC-Küstentrophy 2026 – Edition Sylt
120 Oldtimer cruisten über Sylt!
OCC-Küstentrophy 2026 – die 17. Auflage der Rallye führte erstmals nach Sylt. Am 08. Mai 2026 wurde über Rømø und an der Westküste gefahren, am Tag drauf einmal kreuz und quer über die Insel Sylt. Ich war zu dieser Zeit vor Ort.
Im Blogbeitrag zeige ich Euch heute ein paar Impressionen und ein Foto auf das ich besonders stolz bin: Ich habe den Gesamtsieger der Trophy bei seiner Zieleinfahrt am 2. Tag mit meiner Kamera erwischt.
OCC-Küstentrophy 2026 – Lister Hafen



Am Freitagmorgen ging es im Lister Hafen schon sehr früh los, denn die Abfahrt mit der Syltfähre der Startnummer 1-60 war bereits für 7 Uhr 30 terminiert. Als ich um kurz nach 7 Uhr eintraf, waren schon ein paar Oldtimer da und die Besitzer putzten eilig die Scheiben. Die Auffahrt auf die Fähre nahm mehr Zeit als gedacht in Anspruch. Die Stimmung war trotz der frühen Zeit unter den Fahrern einfach super.
Für mich als Fotografin war die Kulisse vor dem Lister Hafen einfach nur ein Traum. Viele Fahrer winkten mir zu, was mich total freute. Eindrucksvoll war auf jeden Fall die Startnummer 1: Ein Ford Model A aus dem Jahr 1929, an Bord waren Sabine und Eberhard Lau aus Hamburg, die auch schon bei vergangenen OCC-Rallyes mitfuhren. Dieses Mal war ihr Ford das älteste Modell. Auch in der Startnummern 52 saßen mit Heike und Mathias Morgenstern erfahrene Rallye-Teilnehmer.
Um 19 Uhr 30 kam die Sonderfähre mit allen teilnehmenden Fahrzeugen wieder in List an. Wie ich erfuhr, wurde extra eine ältere Fähre gechartert, damit auch alle Oldtimer Platz fanden. Der Mercedes 300 SL mit der Startnummer 27 war natürlich ein echtes Highlight (Baujahr 1961) im Abendlicht. Vom OCC-Begleitteam fuhren natürlich auch wieder Fahrzeuge mit. Ich mag den T1-Teambus, der jedes Jahr dabei ist, sehr.


OCC-Küstentrophy 2026 – an der Strecke


Wertungsprüfungen gehören immer bei der Trophy auch dazu. Interessanterweise gibt es auch geheime Wertungsprüfungen. Am Samstag, dem 2. Tag, fand die erste Prüfung in List statt. Ein Parcours musste in einer bestimmten Zeit abgefahren werden. Die Startnummern 80 (BMW E3, Baujahr 1972), 83 (Porsche 911 T, Baujahr 1973) und 84 (BMW 2002 Turbo, Baujahr 1973) traf ich dort.
Danach ging es weiter in Richtung Ellenbogen zum nördlichsten Punkt Deutschlands. Eine anspruchsvolle Strecke, die kurvig und zum Schluss auch über eine Schotterpiste führte, aber natürlich hervorragende Fotopoints bot. Hier ist auch das Blogtitelbild mit dem Leuchtturm List Ost entstanden.
Vor dem eleganten Hotel „Fährhaus Sylt“ – direkt am Munkmarscher Yachthafen – war ein weiterer Kontrollpunkt und die Fahrer erhielten als Geschenk einen MIneralwasserpack. Der Benen-Diken-Hof in Keitum lud die Fahrerteams danach zu einer kurzen Pause ein.



OCC-Küstentrophy 2026 – meine Lieblinge


Rallyetag zwei bedeutete für mich, mit meiner „Maxi“ (ein MX5 aus dem Jahre 2003) mittendrin statt nur dabei zu sein. So wurde ich munter von den Pressefotografen ebenfalls abgelichtet und Menschen jubelten mir an der Strecke zu, obwohl ich gar keine Startnummer trug. Ein wahnsinnig schönes Erlebnis an einem Tag mit Traumwetter auf der Insel Sylt.
Dier Wagen mit der Startnummer 7 (Simca Super Cabrio von 1951) hat mir besonders gefallen, nicht nur wegen seiner Farbe. Bei meiner Recherche zur Marke Simca stieß ich auf spannende Geschichte, die aber hier in diesem Blog zu weit führen würden.
Meine Liebe zu Käfern ist bekannt, steht doch ein über 50 Jahre altes Modell in meiner Garage seit einigen Jahren, was ich viel zu selten fahre. So freute ich mich die Startnummer 92 auf dem Weg zum Ellenbogen zu treffen. Die Besitzer Dirk und Dagmar Kolvenbach sind in der Rallyeszene bekannt und ihr Käfer hat das Baujahr 1979.

OCC-Küstentrophy 2026 – im Ziel


Im Ziel, unterhalb der Strandhalle am Ellenbogen, rollten die ersten Oldtimer ab 15 Uhr ein. Aufgereiht standen sie dort und ließen sich von zahlreichen Besuchern bewundern. Bei jeder Ankunft wurde die Zielflagge geschwenkt und gekühlte Getränke erwarteten die Fahrer und Beifahrer. Außerdem wurde jede einzelne Zieleinfahrt professionell und persönlich vom Rallye-Team moderiert.
Die Einblicke in die Fahrzeuge waren für die Besucher besonders reizvoll. Der Rolls-Royce Phantom II mit dem Baujahr 1930 war stark belagert. Auch er ist mit Franz Olender und Matthias Altmann kein unbekannter Trophy-Teilnehmer. Der rote Mercedes-Benz aus dem Jahr 1938 kam vor den Dünen einfach nur eindrucksvoll zur Geltung.

OCC-Küstentrophy 2026 – die Sieger

Die Startnummer 23, ein Alfa Romeo Giulietta mit dem Baujahr 1960, gewann als Gesamtsieger schließlich die Trophy 2026. Ich erwischte ihn bei seiner eindrucksvollen Zieleinfahrt. Das war Glück oder Schicksal oder eine Mischung aus beiden Faktoren. Als ich die Ergebnisse nach der Rallye sichtete, hat es zumindest mich sehr begeistert.
Sieger Nummer 2 der Gesamtwertung, ein Austin Healey 3000 BN7 aus dem Jahr 1959, konnte ich am 1. Rennmorgen bei der Auffahrt auf die Sylt-Fähre ablichten. Ehepaar Schrader sind – wie so viele Trophy-Teilnehmer – echte Rallyefreaks.

Die Edition Sylt war für mich die bisher schönste OCC-Küstentrophy. Ich bin dafür extra – mit langer Vorplanung – nach Sylt angereist. Eine Insel, die ich seit vielen Jahren gut kenne. Das sonnige Wetter war natürlich das I-Tüpfelchen an beiden Tagen. Ich bin nun schon gespannt, wohin die Trophy in 2027 führen wird und ob ich es zeitlich wieder schaffen werde, dabei zu sein.
Viele weitere Infos über dieses Rennen und vergangene Trophys vom OCC findet Ihr hier.