5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – das ist kein Zufall

Das dritte Jahr in Folge nach Norwegen!

5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – zum dritten Mal war ich an Bord der Hurtigruten mit der kleinen MS Finnmarken unterwegs. Erneut – wie letztes Jahr – auf der Winterroute. Das ist kein Zufall. Im heutigen Blogbeitrag nenne ich Euch die 5 Gründe für diese Entscheidung. Außerdem plaudere ich auch schon ein wenig über die letzten vierzehn Tage an Bord. 

5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – die Route

Foto: Leinen los in Hamburg

Die Route von Hamburg bis hoch ans Nordkap und zurück mit insgesamt 12 Häfen ist einfach nur traumhaft und eher ein Gefühl, als ein Fahrplan. Dabei wechseln sich kleine Orte mit großen Städten wie z.B. Tromsö oder Bergen ab. Dieser Rhytmus von Hafen, Horizont, Fjord und Stille überrascht jedes Mal neu. Das beginnt schon am Morgen, wenn der erste Weg auf das Außendeck führt, um das Wetter für den Tag einzuordnen, je nach geplanten Aktivitäten. Auch dieses Mal habe ich wieder viele neue Dinge in den zahlreichen Häfen entdecken können. Die gibt es in 4 späteren Blogbeiträgen in Form eines ausführlichen Reiseberichts.

Sommer wie Herbst ist jedoch die Überquerung der Nordsee und damit des Skagerrak eine echte Herausforderung. Das machte auch den ersten Stopp in Esbjerg (Dänemark) nicht besser. Meterhohe Wellen die ganze Nacht scheinen normal zu sein. Das Schiff bewegte sich wieder intensiv und fesselte so manchen Passagier in der Kabine. Auf den Meeresstrecken hatte ich dieses Mal deutlich mehr Seegang während der gesamten Reise. In den Fjorden und zwischen den Inseln war das Meer kaum bewegt.

Foto: Das Nordkap ist das Ziel

5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – die Mischung

Foto: Polarlicht im Winter in Norwegen

Der Mix aus kleinen Städten, Fjorden, Inseln, Natur und Tierwelt bescherrte erneut eine Mischung aus Expedition und Entschleunigung. So ließ sich der Alltag auch dieses Mal schnell vergessen, nachdem Norwegen erreicht wurde. Wenn am Abend die Berge vorbeizogen, kamen einem viele Gedanken in den Kopf, zu denen sonst oft keine Zeit bleibt.

Das Kennenlernen der Mitreisenden ist bei knapp 450 Passagieren ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Bordlebens. Auch dieses Jahr traf ich viele interessante, liebenswerte Menschen. Deck 6 – der Bereich wo an Bord geraucht werden darf – wurde erneut zur Kommunikationszentrale. Da ich offen darüber sprach, dass diese Reise nicht meine Erste auf dieser Strecke mit den Hurtigruten war, wurde ich oft vor den Landgängen um Rat gefragt. Tatsächlich waren auch dieses Jahr 90% der Passagiere an Bord, die keine Kreuzfahrterfahrung hatten.

Foto: Der Svartisen Gletscher
Foto: Torghatten, der Berg mit dem Loch
Foto: Entspannt Norwegen an sich vorbei ziehen lassen
Foto: Relaxt auf Deck 8

5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – Norwegen zeigt sich immer anders

Foto: Trollfjord im Sommer

Die Route war in diesem Jahr – bis auf den Stopp in Esbjerg – identisch zum Oktober 2025. Trotzdem habe ich in jedem Hafen neue Dinge entdeckt, andere Begegnungen gehabt. Das Licht tat das übrige dazu und ich finde Norwegen ist wie ein Chamäleon, es wandelt sich bei jeder Reise. Die Einfahrt in den Trollfjord war erneut ein Naturschauspiel und so ganz anders vom Wetter her, als bei den letzten beiden Malen.

Die Polarlichter gab es an drei Abenden zu sehen. Sie sahen anders aus als letztes Jahr. Man selbst bekam ein Gefühl, wann sie kommen würden. Dieses Jahr stand ich schon an Deck, um sie zu fotografieren, bevor die Durchsage von der Brücke kam. Ich wählte zur Fotografie der Lichter dieses Jahr auch neue Standorte an Bord.

Foto: Trollfjord im Herbst

5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – das Gefühl

Foto: Winke-Wettbewerb mit der entgegen kommen Trollfjord von Hurtigruten

Es ist schwer zu erklären, aber jeder, der schon einmal mit Hurtigruten gefahren ist, kennt es:
Ein Mix aus Tradition, Gelassenheit, nordischer Klarheit und dem Gefühl, Teil einer jahrzehntelangen Seereise zu sein. Es fühlt sich ein wenig an wie Heimkommen, nur eben auf See.

Aber, es gab auch Änderungen an Bord. Im April 2026 wechselte die MS Finnmarken zurück in das Norwegische Internationale Schiffsregister (NIS). So bestand die Besatzung – bis auf den Kapitän, seiner Offiziere und dem Expeditionsteam – zu großen Teilen aus Mitarbeitern von den Philippinen. Diese waren freundlich, hilfsbereit und sehr lieb. Häufig verstanden sie sehr gut die deutsche Sprache, konnten sie teiweise auch sprechen. Was mich in den letzten zwei Jahren so begeistert hatte, war die Crew, die fast nur aus Norwegern bestand. Sie hatten mir Tipps für Landgänge gegeben, über das Lektorenteam hinaus über Bräuche berichtet und für mich meine Reise einfach abgerundet. Das war nun dieses Mal natürlich ganz anders. Für mich fehlte das norwegische I-Tüpfelchen leider, trotz allen Professionalität der Crew.

Foto: Traumplatz, der Bug des Schiffes

5 Gründe, warum wieder Hurtigruten – die Buchrecherche

Foto: Ein guter Arbeitsplatz auf Deck 8

Ein wichtiger Grund für meine 3. Reise zum Nordkap war auch die Arbeit an meinem neuen Roman, der an Bord einer Seereise zum Nordkap spielen wird. Ich bin noch mitten im Plott und in Kapitel 2 und so war es mir wichtig, vor der nächsten Schreibphase nochmals in das Hurtigruten-Gefühl an Bord abzutauchen.

Das hat auch wunderbar geklappt. Die vielen lieben Details, die diese Reise aus machen, verbunden mit einigen Erlebnissen auf Landausflügen werden ins Buch wandern. Der Erscheinungstermin ist für Oktober 2027 geplant, so dass zum Schreiben noch genug Zeit bleibt. Es wird ein Liebesroman werden, der die Liebe in der Lebensmitte, aber auch im Alter beleuchten wird. Natürlich kommt der typischen „Brina-Humor“ auch nicht zu kurz, so dass sicher auch beim Lesen wieder viel gelacht werden wird.

Foto: An Bord traf ich letztes Jahr „meine“ Protagonistin Katja

Ein intensiver Reisebericht über 4 Teile zur aktuellen Reise mit der MS Finnmarken wird auf meinem Blog ab dem 18.10.26 – im 2 Wochen Takt – erscheinen. Reist doch dann gern mit mir nach Norwegen und lest was es bedeutet, wenn mein Herz beginnt norwegisch zu schlagen. 

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