Foodretterin Kathi – zu schade für die Tonne

Lebensmittel retten statt wegwerfen!

Foodretterin Kathi – Kathi aus Eppstein-Niederjosbach rettet Lebensmittel vor dem Müll und teilt sie mit der Nachbarschaft. Ich hatte mit ihr ein inspirierendes Gespräch über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gelebte Gemeinschaft.
Das Interview könnt Ihr heute im Blogbeitrag nachlesen.

Foodretterin Kathi – wie entstand die Idee?

Foto: Kathi in Aktion in Michas Lädchen in Kelkheim-Fischbach

Liebe Kathi, wie bist Du eigentlich zum Foodsharing gekommen und was hat Dich dazu bewegt, Lebensmittel zu retten?

Ich habe jahrelang selbst bei 2 Foodsharerinnen Lebensmittel abgeholt, musste dafür aber immer mit dem Auto fahren. Daher habe ich mich informiert, ob es in Niederjosbach auch so etwas gibt – gab es nicht. Also hab ich mich selbst dort angemeldet, musste eine Hygieneschulung machen und mehrere begleitete Probeabholungen. Dann durfte ich alleine retten gehen.

Foodretterin Kathi – welche Lebensmittel rettest Du?

Foto: Oft werden Backwaren gerettet (Foto-Quelle Foodsharing.de)

Welche Lebensmittel rettest du am häufigsten aus Geschäften und gibt es Funde, die Dich selbst manchmal überraschen?

Es sind sehr viele Backwaren, Obst und Gemüse. Manchmal auch Blumen und Kühlware. Überrascht bin ich oft von den großen Mengen – es ist dadurch knapp mit dem Platz in meinem doch schon recht großen Kombi.

Foodretterin Kathi – welche Reaktionen gibt es?

Foto: Die geretteten Lebensmittel stehen zur Abholung bereit

Du stellst die geretteten Lebensmittel vor Deine Tür, damit andere Menschen sie mitnehmen können. Wie reagieren die Leute darauf und welche Begegnungen sind Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Anfangs waren viele Menschen regelrecht ungläubig, dass die Lebensmittel kostenlos sind. Inzwischen hat es sich aber herumgesprochen. Die Sachen werden ziemlich schnell abgeholt. Ich habe bisher ausschließlich positives Feedback bekommen. Hier in Niederjosbach leben viele ältere Mitmenschen und da es in Niederjosbach keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, freue ich mich sehr, dass ich behilflich sein kann.

Foodretterin Kathi – was können wir im Alltag tun?

Foto: Ki generiert, Quelle: Microsoft Copilot

Was können wir alle in unserem Alltag tun, damit weniger Lebensmittel verschwendet werden?

Kurz und knapp gesagt: Immer nur das einkaufen, was wirklich gebraucht wird. Und lieber frisch einkaufen für den Tag, als 1 Mal die Woche einen Großeinkauf zu machen, weil dadurch vieles nicht aufgebraucht wird und dann später im Müll landet.

Foodretterin Kathi – was ist Deine Motivation?

Foto: Einsatz beendet und die Boxen sind gut gefüllt

Was bedeutet Dir das Lebensmittelretten persönlich und was motiviert dich, immer wieder weiterzumachen?

Ich versuche damit u.a. meinen Teil zum Umweltschutz beizutragen. Selbst kaufe ich lieber unverpackte Lebensmittel, was aber nicht überall möglich ist. Das sollte sich unbedingt ändern, der Umwelt zuliebe. Dass durch mein „Retten“ weniger Müll entsteht, motiviert mich sehr.

Foodretterin Kathi – Deine Botschaft?

Foto: Logo foodsharing (Foto-Quelle foodsharing.de

Kathi,welche Botschaft möchtest Du zum Abschluss den Leserinnen und Lesern von meinem Lifestyleblog Kreuzfahrtautorin.de mit auf den Weg geben?

Kauft vorzugsweise unverpackte Lebensmittel… irgendwann werden die Geschäfte bei steigender Nachfrage (bzw. bei sinkender Nachfrage von verpackten Lebensmitteln) umdenken müssen und es wird immer mehr unverpackte Ware geben, da bin ich mir sicher. Und geht häufiger einkaufen, dafür aber kleine Mengen.

Liebe Kathi, vielen Dank für das interessante Interview. Ich finde Deinen Beitrag zum Umweltschutz sehr beeindruckend. Mehr Infos – auch aktuelle Statistiken etc. – gibt es auf dieser Seite. 

Dort könnt Ihr auch erfahren, wie Ihr selbst ein Foodretter werden könnt. 

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