Alltagsmenschen – oder auch Figuren, die leben
Nahbare Skulpturen im öffentlichen Raum
Alltagsmenschen – Christel und Laura Lechner schaffen Skulpturen, die nahbar und alltäglich sind. Sie sind inzwischen europaweit bekannt und beleben Plätze, Parks und andere öffentliche Räume. Aufgefallen sind sie mir bewusst 2024 auf Sylt und da habe ich sie in diesem Jahr auch wiedergetroffen.
Im Blogbeitrag stelle ich Euch die Künstlerinnen und ihre Alltagsmenschen näher vor.
Alltagsmenschen – Christel und Laura Lechner

Gleich zwei Künstlerinnen stehen mit Laura und Christel Lechner hinter den Alltagsmenschen. Die beiden Frauen sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern sie arbeiten und leben auch gemeinsam auf dem idyllisch gelegenen Atelier Lechnerhof in der Nähe von Witten.
Die Keramikmeisterin Christel Lechner entwirft seit 1988 lebensgroße Beton Skulpturen, die europaweit für Aufmerksamkeit sorgen. Ihr Vorbild sind die Menschen selbst, denen man im persönlichen Alltag fast täglich begegnet. Die Abbildung des perfekt Unperfekten verleiht den Alltagsmenschen ihre besondere Authentizität, die durch die Bildsprache ihrer Tochter Laura Lechner – seit 2017 Leiterin des Ateliers Lechnerhof – eine weitere künstlerische Dimension erfahren haben.
Die Baukeramikerin und Meisterschülerin leitet seit dem Jahr 2017 das Atelier auf dem Lechnerhof und prägt seitdem die Form- und Ausdruckssprache der Alltagsmenschen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Christel Lechner projiziert sie durch die Kunst der Alltagsmenschen die Gemeinsamkeiten der Gesellschaft auf alltägliche Situationen. (Text: Team Lechnerhof)

Alltagsmenschen – was sind sie?

Manch ein ferner Betrachter stutzt verblüfft, wähnt wirkliche Menschen vor sich. Doch im Näherkommen entwickeln die lebensgroßen Betonskulpturen ihre ganz eigene Wirkung und Dynamik: Sie sind eine künstlerische Inszenierung des Alltäglichen – berührende Momentaufnahmen, die zeigen, was gemeinhin übersehen wird: das gelebte Leben in seiner reinsten Form, ungeschönt und dennoch fern von Banalität
Die Alltagsmenschen beleben den öffentlichen Raum dort, wo sie Menschen begegnen: Sie sitzen auf der Bank, in ein Gespräch vertieft oder einfach beieinander, genießen die Sonne und erinnern an die Schönheit des Moments. Ihre Positionierung unterstreicht den Anspruch auf Normalität: Die Skulpturen sind nahbar – sie laden ein, umrundet, berührt oder einfach in Ruhe betrachtet zu werden. (Text: Team Lechnerhof)

Alltagsmenschen – mein Fazit

Ich finde diese Alltagsmenschen einfach nur schön, berührend, inspirierend und wunderbar kreativ. Das sind Ausstellungen, die wirklich öffentliche Räume einzigartig beleben. Wenn ich auf sie treffe, habe ich oft das Gefühl, als ob sie real seien und Lust hätten, mit mir zu sprechen. Mit dem Fernglasmann habe ich auf jeden Fall ein paar Worte gewechselt. Auch beim Mädelsabend fühlte ich mich gleich integriert. Beim Frühsport muss ich vermutlich noch ein wenig an mir arbeiten.
So freue ich mich natürlich auch auf neue Werke im nächsten Jahr vom Team Lechnerhof und meine Rückkehr auf die schöne Insel Sylt. Meine deutsche Lieblingsinsel, die ich das erste Mal im Alter von 3 Jahren mit meinen Eltern besuchte, auf der ich meinen Mann geheiratet habe und, die einen unvergleichbaren Zauber auf mich ausübt, immer wenn ich sie besuche.

Das Titelbild stammt auch aus Wennigstedt – vor dem Kurhaus – und heißt Frühsport.
Laura Lechner sagt dazu:
„Mit diesen beiden Figuren interessiert mich der Moment, in dem Menschen bei sich sind und trotzdem nicht allein“.
Die Figuren sind dort noch bis Oktober 2026 zu bewundern. Alle Figuren sind aus Beton und robust. Man darf sie sogar anfassen, natürlich behutsam, aber das habe ich mich aus Respekt nicht getraut. Es macht aber großen Spaß, mit ihnen zu posen.
Zu aktuellen Ausstellungen und auch Blicken in die Vergangenheit geht es hier.
Mein Dank für reichhaltiges Pressematerial für diesen Beitrag geht an das Team vom Lechnerhof. Die Fotos der Alltagsmenschen sind alle von mir aufgenommen.
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