MS Finnmarken – Reisebericht: Auf den Spuren des Nordlichts Teil 1
Hamburg – Esbjerg – Stavanger – Ålesund
MS Finnmarken – Reisebericht: Ich war das dritte Mal an Bord der Hurtigruten und das zweite Mal auf der Winterroute mit der MS Finnmarken. Auch dieses Mal konnte ich neue Orte entdecken. Die Reise lebte natürlich auch wieder von vielen Begegnungen.
Entstanden ist ein Reisebericht in vier Teilen, wo ich Euch heute zu Teil 1 einlade.
MS Finnmarken – Reisebericht: Hamburg


Los ging die Signature-Reise natürlich wieder ab Hamburg. Dieses Mal lag die Finnmarken am neuen Kreuzfahrtterminal in der Hafencity. Ich hatte einen Transfer (privat) gebucht, der mich gegen 15 Uhr ablieferte. Ich konnte direkt mein Gepäck abgeben und ohne Wartezeit auf das Schiff aufsteigen. Das Gepäck war wie immer schnell vor der Kabine. Die Seenotrettungsübung war ausführlich, aber zügig absolviert. Dann hieß es: Leinen los um 18 Uhr. Ich musste ein wenig zwischen dem Abendessen in Büffetform im Restaurant Flora und der Passage der Elbphi an Deck wechseln, aber das war kein Problem.
Den Sail Away Drink um 18 Uhr auf Deck 8 verpasste ich. Ebenso den Willkommenstreff mit den Infos zur Reise vom Lektorenteam. Dafür genoss ich nach dem Abendessen die Ausfahrt auf der Elbe mit grandiosen Ausblicken auf Blankenese aus der Lounge auf Deck 8. Ob das Willkomm Höft die norwegische Hymne spielte, kann ich auch nicht berichten. Es war nicht zu hören. Nachdem wir die Elbe verlassen hatten, begann das Schiff stark zu wackeln. Der Seegang begleitete uns die ganze Nacht bis zum dänischen Hafen Esbjerg.


MS Finnmarken – Reisebericht: Esbjerg


Um 8 Uhr lagen wir fest im Hafen von Esbjerg. Leider schüttete es bis zum Ablegen um 12 Uhr aus wahren Eimern. Dazu war es äußerst windig. Ich beschloss, das Schiff nicht zu verlassen, was selten vorkommt. Die über 8 Meter hohe Skulptur „Ocean Knight“ vom Künstler Monira Al Qadiri hätte mich sehr interessiert. Sie steht direkt im Hafenbereich der ehemaligen Rampe der England-Fähre. So erfreute ich mich zum Mittagessen selbst mit dem sehr leckeren Hurtigruten-Burger. Das Essen im Bistro Aaran auf Deck 6 ist im Reisepreis enthalten und wirklich spitze.
Nach dem Auslaufen konnte ich dann zumindest via Meer noch einen Blick auf die Skulptur „Mensch am Meer“ von von Svend Wiig Hansens werfen. Dorthin wollte ich eigentlich an dem Tag wandern oder fahren. Die Skulptur, aus weißem Beton, schildert die Begegnung des reinen, unverderbten Menschen mit der Natur. Vielleicht ein Ziel für einen anderen, neuen Besuch. Wieder gab es am Nachmittag einige Präsentationen im Lektorenraum, die ich ausließ. Das Treffen mit dem Kapitän und den Offizieren wurde aufgrund des Seegangs auf den nächsten Tag verschoben. Tatsächlich schaukelte es nach dem Verlassens des Hafens wieder extrem. Am Abend beruhigte sich das Wetter kurz, aber der Seegang reichte bis zum nächsten Hafen, Stavanger in Norwegen.


MS Finnmarken – Reisebericht: Stavanger


Nachdem wir bereits um kurz vor 9 Uhr in Stavanger angelegt hatten, endete der Seegang. Allerdings war die Finnmarken in der Nacht auch mit 14 Knoten gefahren. Zuvor hatte ich mir das Frühstück am Buffet schmecken lassen. Neben frischem Räucherlachs aus Norwegen, liebte ich auch sehr diese kleinen Pfannkuchen, die mit Erdbeermarmelade und Schmand einfach fantastisch schmeckten. Das gab stets genug Energie für den Tag. Leider regnete es wieder. So entschied ich mich, nicht für die wunderschöne Stadt, sondern dafür, das nahe Erdölmuseum zu besuchen, was fußläufig zum Liegeplatz lag. Dorthin hatte ich es die letzten vier Male nicht geschafft.
Das Gebäude wurde vom Architektenbüro Lunde & Løvseth Arkitekter AS in Oslo entworfen und symbolisiert die norwegischen Grundmassive, die flache offene Küstenlandschaft sowie die Installationen in der Nordsee. Die Innen- und Außenwände sind zum Teil mit norwegischem Gneis verkleidet. Er trägt den Namen „Barents Blue“ und stammt aus der Finnmark. Der bläulich schimmernde Bodenbelag im Eingangsbereich ist Larvikit, im Hauptsaal besteht der Fußboden aus Schiefer. 1991 wurde der Bau des Erdölmuseums beschlossen. Am 28. April 1998 wurde der Grundstein gelegt und am 20. Mai 1999 wurde die Ausstellung von König Harald V. eröffnet (Text: Homepage Erdölmuseum). Ich werde es in einem separaten Blogbeitrag noch genauer vorstellen.
Um 15 Uhr ging es dann weiter und es stand erstmal die nachgeholte Begrüßung des Kapitäns und seiner Offiziere auf dem Programm. Interessante Passagen gab es am Abend zu erleben, wie z.B. die Brücke bei Torvastad. Da wir nun zwischen den Inseln fuhren, waren wir auch angenehmerweise vom Seegang geschützt.



MS Finnmarken – Reisebericht: Ålesund


Gleich nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag schon hinaus auf Deck 5, auf das Vordeck. Eine Winkeparade mit der Midnatsol war angekündigt und es machte unheimlich Freude, die Fahnen zu schwenken. Der Anlauf um 11 Uhr von Ålesund fand nach dem Regen statt. Ich war das zweite Mal in diesem Hafen, der unendlich viele, schöne Jugendstilhäuser beheimatet. So unternahm ich erst einen kurzen Rundgang und besichtigte dann das kleine, aber feine Jugendstilmuseum. Es ist wirklich sehenswert. Direkt daneben kehrte ich im Pub noch auf ein lokales Bier ein, bevor es vor dem nächsten Regen zurück an Bord ging.
Um 15 Uhr hieß es Leinen los. Am Nachmittag stand das erste Mal die Norway’s Coastal Kitchen-Präsentation an Deck auf dem Programm. Es gab Fenalår (gepöckelte Lammkeule) und einen kleinen Aquavit. Diese Küchenshows sind immer gut besucht. Der Crew merkt man den Spaß dabei übrigens auch an. Mitten beim Abendessen wurde dann über Lautsprecher die Begegnung mit der Polarlys angekündigt. Natürlich bin ich dafür an Deck gewesen. Am Abend, aus Rücksicht auf das Abendessen, ohne Fähnchenwinken.




Das war der 1. Teil meines Reiseberichts „Auf den Spuren des Nordlichts“. Der nächste Reiseabschnitt folgt am 01.11.26. Dann geht es nach Rørvik, Svolvaer (auf den Lofoten) und nach Tromsø. Vor dem Nordkap kamen dann auch pünktlich die ersten Polarlichter.
Euch gefällt die Reise? Einschiffen könnt Ihr hier.