Schiffsgeflüster 1 von Brina Stein – 26.07.2014 „Azamara Journey“ in Travemünde

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Hallo liebe Leser,

heute darf ich den Auftakt zu einer neuen Blogreihe bilden, dem „Schiffsgeflüster von Brina Stein“. Die Kreuzfahrtautorin ist regelmäßig auf Kreuzfahrt und auch oft an der Ostsee, da trifft sie natürlich immer viele Schiffe und manchmal kommt es auch zu einem Gespräch, so wie heute. Gern stelle ich mich kurz vor. Ich gehöre zu der Reederei „Azamara Club Cruises“ und fahre unter der Flagge von Malta. Mein Geburtsjahr ist 2000, aber im Jahr 2012 wurde ich umfangreich renoviert. Ich bin 181 Meter lang und 29 Meter breit. Ich verfüge über 9 Decks und 710 Passagiere können pro Reise mit mir in See stechen. Englisch ist meine Bordsprache und ich bezeichne mich gern als Luxusschiff. Ich punkte gegenüber anderen Reedereien mit längeren Liegezeiten, mehr Übernachtaufenthalten und einmaligen Landausflügen. Und meine Inklusivleistungen, die können sich auch wirklich sehen lassen. Neben den Trinkgeldern sind nahezu alle Getränke mit im Reisepreis inkludiert und von meinem kostenfreien Abendausflug pro Reise wird immer geschwärmt. In den letzten 10 Tagen habe ich das Baltikum bereist und heute war der letzte Stopp in Travemünde angesagt, bevor ich am Abend weiter nach Kopenhagen reisen sollte, wo eine neue Kreuzfahrt zu den Fjorden in Norwegen und nach Island beginnen soll.

Am frühen Nachmittag sehe ich dann plötzlich im Hafen eine lustige Gesellschaft. Einen Hasen, einen Igel, einen Schlumpf und vier erwachsene Gestalten. Sie sind alle ganz fröhlich und fotografieren mich auch eifrig. Doch dann scheine ich abgemeldet, zu spannend sind die Gespräche bei Bier, Cola und Kaffee. Ich lausche ihrem Smalltalk und bekomme mit, dass es sich bei einem dieser Menschen tatsächlich um die Kreuzfahrtautorin Brina Stein handelt! Von ihr habe ich schon gehört und mich auch gefragt, warum ich es noch nie in einen ihrer „Seegänge“ geschafft habe. Die Erklärung liefert sie ihren Begleitern, bei denen es sich übrigens um sehr begnadete Fotografen handelt, gleich mit. Sie ist weder mit mir noch mit meiner Schwester, der „Azamara Quest“ bisher gereist. Sie verkündet allerdings auch, dass sie dies gern einmal tun würde. Ich atme auf. Als sich die Gesellschaft schließlich auflöst und Brina an mir entlang schreitet, um schließlich von meinem Heck ein paar schöne Fotos zu schießen, kommen wir ins Gespräch.

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AJ: „Hey, Brina.“

BS: „Hallo, Azamara Journey, du bist wirklich ein schönes Schiff.“

AJ (werde violett, also eine Mischung aus blau und rot): „Danke, magst Du Balkonkabinen? Ich habe ganz viele davon.“

BS: „Na klar, ist aber kein Muss.“

AJ: „Aber sehr angenehm.“

BS: „Ich weiß, eines Tages habe ich auch fest vor mit Dir zu reisen.“

AJ: „Oh, toll, komme ich dann auch in einen deiner Seegänge?“

BS (lacht): „Das glaube ich ganz bestimmt, an Bord habe ich immer sehr viele Inspirationen.“

AJ: „Das würde mich unendlich freuen.“

BS (hebt die Hand zum Abschied und winkt): „Allzeit gute Fahrt, wir sehen uns wieder.“

AJ: „Danke.“

Dann entschwindet die Autorin, um ganz profan im Bäcker zu verschwinden und Brot zu kaufen. Muss ja auch sein. Als ich am Abend aus Travemünde auslaufe sehe ich sie jedoch auf einem Steg stehen und unendlich viele Fotos von mir schießen. Da weiß ich sicher, es gibt ein Wiedersehen mit Brina Stein und dann bestimmt bei mir an Bord!

Ihre Azamara Journey

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