Österreich

Majestätisches Melk und Sturm im Wasserglas

Grüß Gott liebe Leser aus Österreich!

Heute Morgen habe ich alles von gestern wieder wettgemacht. Schon zum Frühstück fahre ich meine Gäste durch die schöne Wachau. Die Wachau liegt zwischen Krems und Melk. Brina und Dirk bewundern die vorbeiziehenden Ortschaften, Wälder, Berge und Weinberge. Kurz vor Mittag dann ein weiteres Highlight: Ich passiere das Kloster und das
Schloss Schönbühel. Hier wurde sogar Teile von Sissi-Filmen gedreht. Meine Gäste sind versöhnt, als auch noch in der Ferne der Stift Melk auftaucht.

Brina und Dirk nehmen ein schnelles Mittagessen ein, denn in Melk bleiben zur Besichtigung nur drei Stunden Zeit. Der Weg vom Anleger zum Kloster hinauf soll nur zwanzig Minuten betragen, aber sie nehmen doch ein Taxi. Das erweist sich als Glücksfall. Sie haben eine sehr nette Fahrerin, die ihnen bei der Auffahrt zum Kloster zeigt, was sie danach noch in der kleinen Stadt Melk entdecken können. Sie gibt ihnen auch ihre Telefonnummer, denn Taxis in Melk sind rar.

Der Stift Melk aus dem 17. Jahrundert ist ein Benediktinerkloster. Schon das Portal am Eingang beeindruckt. Brina und Dirk buchen einen nicht geführten Rundgang. Das Museum ist sehr modern gestaltet. Wechselnde Farbstile beleuchten die Räume, ein
Audiosystem ist installiert. Wechselt man den Raum, raunt es aus dem scheinbaren Nichts: „Höre!“ „Höre und Du wirst sehen“ ist ohnehin das Motto der Ausstellung. In einem anderen Raum scheinen Mönche zu singen. Besonders beeindruckt sind Brina und Dirk von der großen Bibliothek und der Stiftskirche St. Peter und Paul.

Übrigens kann man sich sogar auf You Tube den Klang der Glocken aus der Barockzeit
anhören: http://www.youtube.com/watch?v=clnlfgoas9w.

Leider reicht die Zeit nicht aus, um auch noch die große Gartenanlage zu erkunden, so nehmen sie den Fußweg hinunter in die Stadt Melk. Sie treffen in der hübschen Fußgängerzone überall auf Mitreisende und bleiben immer mal kurz auf einen Schwatz stehen. Inzwischen sind diese einhundertzwanzig Gäste eine richtig lustige Gemeinschaft geworden.

Am Fuße der Stadt entdeckt Dirk einen Metzger. Sie kaufen leckersten Schinken
und Knoblauchsalami, man muss ja an das baldige Reiseende denken. Der Schlachter
bietet auch die Spezialität „Sturm“ an. Das ist der österreichische Name für
Federweißer. Sie bekommen zwei Wassergläser mit der leckeren Köstlichkeit
serviert. Er schmeckt weniger süß als in Deutschland. Danach kehren sie wieder
mit dem Taxi zurück zum Schiff. Beeindruckt von der Stadt Melk genießen sie
noch die letzten Sonnenstrahlen auf dem Deck, während ich pünktlich ablege und
in Richtung Endziel Passau schwimme, das ich morgen in aller Frühe erreichen
soll.

Als ich Brina später in der Kabine packen sehe und beobachte, wie Dirk kurz nach Mitternacht die Koffer auf den Flur stellt, beginne ich zu weinen. Meine Tränen kullern aus allen Bullaugen. Zum Glück sieht dies niemand, und so gleite ich weiter durch die
Nacht.

Ahoi! Es grüßt die kleine Maxima

Und auch hier wieder, die Bilder aus Melk:

Die Wachau

Das Sissi-Schloss

Das Portal vom Stift Melk

Die Ausstellung … „höre“ …

St. Peter und Paul

Innenansicht

Fußgängerzone von Melk

Sturm 🙂

 

Wein in Wien und Gulasch ohne Museum

Vor dreizehn Jahren war Brina das letzte Mal in Wien. Es hat sich viel getan in den Jahren. Schon bei der Einfahrt kann ich moderne Bürokomplexe auf der Donauinsel sehen. Brina und ihr Mann nehmen nach dem Mittagessen ein Taxi direkt zum Stephansdom. Dort stehen auch die ganzen Fiaker, und es riecht sehr intensiv nach Pferden.

Der Platz vor dem Stephansdom war so überfüllt mit Menschen, dass die beiden Reisenden gleich weiter in die Fußgängerzone gingen. Brina und Dirk hatten kein bestimmtes Ziel, bummelten einfach ein wenig herum. Alle namhaften Designer sind hier vertreten, doch die beiden Reisenden hatten keine große Lust auf Shopping. Im Bordprogramm hatte Brina gelesen, dass Wien als Stadt mit höchster Lebensqualität weltweit bewertet wurde, auf den Plätzen zwei und drei folgten Zürich und Genf.

Brina und Dirk sahen viele „stylische“ Bars und Delikatessenläden mit einer beeindruckenden Auswahl, doch nach dem Mittagessen an Bord hatten sie nicht wirklich großen Hunger.
Schließlich durchstreiften die beiden die kleinen Gässchen neben der Fußgängerzone und
kehrten gegen 16 Uhr in den Esterhazy-Keller ein. Dort war das Motto „Happy Achterl“, und sie genossen einen guten Rotwein für einen Euro pro Glas. Toll! Sie saßen vorne im Schankraum, doch Brina zeigte Dirk schnell noch den eigentlichen Keller. Hier hatte sie vor vielen Jahren einen wunderbaren Abend mit einer Freundin und Opern- und Kammersängern am Tisch verbracht! Der Keller ist einer der Stadt-Heurigen und existiert seit 1683. Eine steile Trepppe führte hinunter, die die beiden nach zwei Achterln doch überraschend gut wieder hinaufkamen.

Dann schlenderten sie noch zum Gulaschmuseum, das kein wirkliches Museum ist, sondern ein Restaurant, in dem man Gulasch in allen Variationen bekommt, wie Brina lernen musste. Sie erzählte mir später, dass sie, wenn sie mal wieder nach Wien käme, dort essen gehen möchte. Die beiden hoben sich jedoch das Gulasch für Ungarn auf und fuhren mit dem Taxi wieder zurück zur mir.

Ahoi! Es grüßt euch die kleine Maxima

Ein echter Wiener Fiaker

Der schöne Stephansdom

Für Jana:-)

Der Eingang vom Esterhazy-Keller

Für Aidafans: Wenn ihr Wien besucht, müsst Ihr nicht auf Aida verzichten, grins!


 

 

 

 

 

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