Ein Schmuckstück auf dem Meer – Neues von der Ocean Majesty

Während die großen Reedereien nahezu jedes Jahr ein neues Schiff auf den Markt bringen, setzt das Familienunternehmen Hansa Touristik Kreuzfahrten in 2018 auch in der sechsten Saison auf die Ocean Majesty im hohen Norden.

Ich habe letztes Jahr eine Schnupperkreuzfahrt mit dem kleinen Klassiker unternommen und mich gleich verliebt. Um so mehr freue ich mich, im September (1.-13.09.2018) bei der Kreuzfahrt rund um Irland – grüne Inseln im Atlantik – als Gastkünstlerin an Bord sein zu dürfen.

Foto: Quelle Hansa-Touristik

Regelmäßig im Winter geht die Ocean Majesty in die Werft, so dass die Passagiere sich in der neuen Saison auf neue Features freuen können.

 

 

Oliver Asmussen von oceanliner-pictures war im Juni 2018 an Bord und stellt heute als Gastautor in meinem Blog vor, was es Neues an Bord gibt.

 

 

 

 

Neues von der Ocean Majesty – Ein kleines Boutique-Kreuzfahrtschiff

Rein äußerlich fällt das 136m lange und 10.417 BRZ große Kreuzfahrtschiff neben all den Neubauten der letzten Jahre, in erster Linie durch eine klassische Linienführung auf. Die Form erinnert an die schönen Oceanliner vergangener Tage. Wer nun der Meinung ist, das kleine Kreuzfahrtschiff hat die besten Zeiten hinter sich, der wird bereits in den ersten Minuten an Bord sehr positiv überrascht sein. Die kleine Ocean Majesty erinnert nach vielen kontinuierlichen Renovierungen inzwischen an ein Boutique-Kreuzfahrtschiff und es ist sicherlich nicht überzogen zu sagen: „Dieses Schiff ist ein kleines Schmuckstück.“ Das Team von Hansa Touristik sowie die Eigner der Reederei Majestic Cruises lassen sich, während der alljährlichen Werftzeit im Winter, immer wieder Änderungen einfallen, damit auch die vielen Stammgäste „ihr Schiff“ stets neu entdecken können.

Neues von der Ocean Majesty – Neuerungen nach Werftaufenthalt im Winter

Nicht direkt sichtbar sind die umfangreichen Wartungen der Maschinenanlage sowie der Einbau neuester Satellitentechnik. Für die meist deutschsprachigen Kreuzfahrtgäste ist der Empfang „ihrer“ Fernsehsender wichtig. Nahezu alle bekannten Kanäle sind an Bord der Ocean Majesty zu empfangen (je nach Reiseregion kann es zu Störungen kommen). Das WLAN-Netz ist ebenfalls optimiert worden und nun merkbar schneller. Der Wandel der Zeit macht auch vor einem Kreuzfahrtklassiker nicht Halt.

Neues von der Ocean Majesty – Neue Positionierung der Buffetstationen im Lido Garden

Schon in den vergangenen Jahren wurde der Außenbereich des Lido Garden immer wieder optimiert und umgestaltet, damit eine lange Schlangenbildung zu Stoßzeiten am Buffet vermieden wird. Das hat aus baulichen Gründen bisher nicht immer funktioniert. Nun wurde eine „Radikallösung“ umgesetzt und die robusten Edelstahltheken getrennt. Kommt man aus dem Innenbereich, fällt sofort die neue Positionierung der ersten Buffetstation ins Auge. Es ist ab sofort möglich, um diese herum zu laufen. So wie es bei Kreuzfahrtschiffen der neuen Generation auch teilweise möglich ist. Dadurch sind die auf dieser Station platzierten Speisen (meist Salate) von allen Seiten aus zugänglich. Die Salatstation gibt es neben der Kaffeestation in doppelter Ausführung, was größere Menschenansammlungen an der ersten Theke reduziert.

Darüber hinaus kommen die Wände im Außenbereich nun nicht mehr in einer hellen Marmorierung daher, sondern in einer Ziegelsteinoptik. Auch wenn da aus meiner Sicht nicht zwingend Verbesserungsbedarf bestand, sieht die neue Optik deutlich moderner und ansprechender aus.

Die „blinden“ Scheiben im Lido-Außenbereich wurden ja bereits im Rahmen vergangener Werftaufenthalte ausgewechselt. Jetzt hat man auch die Stahlreling im Bereich der Loungemöbel abmontiert. Der Hintergrund ist simpel, denn nun stößt man sich nicht mehr daran.

Neues von der Ocean Majesty – Kein Gaffen mehr auf die Balkone

Auf Deck 09, dem großen Sonnendeck, geschah genau das Gegenteil. Hier lehnten die Reisegäste mit den Armen meist auf der bequemen Holzreling und schauten – ob gewollt oder ungewollt sei jetzt mal dahingestellt – häufig auf die darunterliegenden Balkone der Kategorie 12-Kabinen. Entsprechend wenig begeistert über diese „Gaffer“ waren die Bewohner der besten Kabinenkategorie an Bord. Das Problem wurde erkannt, ernst genommen und gelöst. Nun sorgt eine Art „Abstandhalter“ in Form einer zusätzlichen Reling dafür, dass sich niemand mehr auf die Holzreling aufstützen kann. Prinzipiell wäre die nun wegfallende Möglichkeit, sich aufstützen zu können, ein neuer Kritikpunkt. Die erhöhte Privatsphäre der Reisenden in den Balkonkabinen steht aber klar im Vordergrund. Es gibt genügend andere „Anlehnmöglichkeiten“ auf der Ocean Majesty.

Ganz nebenbei wurde das obere Sonnendeck 09 mit neuen, komfortableren Sonnenliegen ausgestattet. Das ist aber nicht alles. Die Gäste der Kabinenkategorien 11 und 12 äußerten öfter den Wunsch nach einer kleinen Privatoase bzw. einem Rückzugsort. Zugleich hatten sie natürlich Verständnis dafür, dass eine Umsetzung auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff schwierig ist. Im Hause Hansa Touristik setzte man sich zusammen und führte auch in diesem Bereich eine Änderung im Sinne des Gastes ein. Deck 9 ist nun eine Privatoase für die Gäste der Kategorien 11 und 12. Aus unserer Sicht ist die Lösung perfekt und nimmt allen anderen Gästen keine Decksfläche weg, da es mehr als ausreichend andere Freidecks gibt.

Neues von der Ocean Majesty – Balkonkabinen nun mit Durchblick

Die Bewohner der Balkonkabinen dürfen sich künftig nicht nur über mehr Privatsphäre auf dem Balkon freuen, sondern auch um einen Meerblick direkt vom Bett aus. Dies wurde erreicht, indem die Stahlwand zur Außenseite des Schiffes durch Glaselemente ersetzt wurde. Die Balkone sehen jetzt deutlich ansprechender und zeitgemäßer aus. Einziger Nachteil: Nun ist in den Häfen der Blick von Landseite auf die Balkone möglich.

Wir würden uns als i-Tüpfelchen jetzt noch eine Holzreling entlang der Balkonkabinen wünschen, denn die derzeit montierte, runde Stahlvariante schmerzt nach kurzer Zeit in den Armen, wenn man sich entspannt darauf abstützt. Aus unserer Sicht wäre dies noch ein kleiner Schritt zur Perfektion, zumal es auch ansprechende Kunststoffvarianten gibt. Das anderswo auf dem Schiff verwendete dicke Teakholz dürfte in der Qualität nur noch in Form einer teuren Spezialanfertigung zu bekommen sein.

Neues von der Ocean Majesty – Internetterminals sind Loungemöbeln gewichen

Die Kombination aus Internet-Corner und Bibliothek war in der Vergangenheit sicher ideal, doch auch hier ist die Zeit nicht stehengeblieben und heute haben die meisten Reisenden ein mobiles Gerät dabei, mit dem sie zu ihren Familien daheim Kontakt aufnehmen. Entsprechend ist im Hause Hansa Touristik, nach Auswertung des Nutzerverhaltens an Bord, aus der kombinierten Internet-Bibliothek nun eine reine Bibliothek geworden. Dort wo bisher die Computertische ihren Platz hatten, steht ab sofort eine große Couch mit gemütlichen Kissen. Die Regale vor den Fenstern wurden entfernt, damit ein besseres Raumgefühl entsteht.

Neues von der Ocean Majesty – Street-Art im dritten Jahr auf Kreuzfahrt

Eine weitere Besonderheit an Bord der MS Ocean Majesty sind die Werke des italienischen Künstlers Pierpaolo Parretta (Mr. Savethewall), welche an den Wänden der öffentlichen Räume – quasi als Dauerkunstausstellung – zu bestaunen sind. Die lebendigen und zum Teil emotionsreichen Kunstwerke verleihen dem klassischen Ambiente der MS Ocean Majesty eine ganz besondere Note und können natürlich auch erworben werden. Die bewusst auffälligen Werke des Künstlers unterstreichen den Charakter eines Boutique-Kreuzfahrtschiffes. Kunst auf Kreuzfahrtschiffen ist nicht neu. Aber an Bord der klassischen MS Ocean Majesty findet man nun die junge Gattung der Street-Art, die ihren Ursprung in Graffiti und politisch motivierten Murals hat. Murals sind die größte und auffälligste Ausdrucksform der Street Art. Mr. Savethewall signierte exklusiv für uns einige seiner Werke direkt an Bord. Bereits im zweiten Jahr schmücken die außergewöhnlichen Kunstwerke das Kreuzfahrtschiff und gehen somit für eine weitere Saison auf Kreuzfahrt.

Neues von der Ocean Majesty – Frischer Wind an Bord der MS Ocean Majesty

Seit Saisonbeginn ist der erfahrene Seebär Peter Jurgilewitsch als Kreuzfahrtdirektor an Bord tätig. Er ist vielen Gästen noch von der MS Deutschland bekannt. Die Position des Hoteldirektors liegt weiterhin fest in den Händen von Anke Ulisch, die in selbiger Position bereits auf dem Luxussegler Sea Cloud II tätig war. Das Kommando führt unverändert der erfahrene Kapitän Giannis Papangelis.

Fazit von Oceanliner-pictures:

Wir finden die vielen Veränderungen für die Saison 2018 sehr gelungen. Sie läßt die Liebe der Besitzer sowie von Hansa Touristik zu diesem ganz besonderen Kreuzfahrtschiff erkennen. Der massive Stahlrumpf pflügt immerhin seit 51 Jahren durch die Meere – zu Beginn der Schiffslaufbahn noch als Fähre zwischen dem spanischen Festland und den Balearen.

„Wichtig ist uns auf dem gesamten Schiff eine Atmosphäre zum Wohlfühlen in harmonischen Farben, kombiniert mit einem aufmerksamen, persönlichen Service zu schaffen“, sagte Birgit Kilian, Manager of Operations von Hansa Touristik, zu Beginn der diesjährigen Sommersaison. „Dem Wandel der Zeit passen wir uns auch mit einem klassischen Kreuzfahrtschiff an“, ergänzt sie.

Habt Ihr Lust bekommen, mit mir im September nach Irland zu reisen? Hier könnt Ihr einschiffen: https://kreuzfahrten-mehr.de

Hier geht es zum Katalog mit allen Routen 2018:

https://www.hansatouristik.de/fileadmin/downloads/Katalog_2018_HansaTouristik.pdf

Fotos: Alle Fotos wurden mir von oceanliner-pictures zur Verfügung gestellt.

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2 thoughts on “Ein Schmuckstück auf dem Meer – Neues von der Ocean Majesty

  1. Mike Pfeffer says:

    Wird wohl höchste Zeit auch für uns mal dieses Schmuckstück nähet zu entdecken. Leider sind wir für die Irland Reise schon verplant bzw. In Norwegens Fjorde unterwegs.

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