Corona Sea – Landurlaub im Heimathafen Travemünde

Verdammt lang Meer …

Foto: Kampagnenfoto der LTM zur Begrüßung

Corona Sea! Die Corona-Krise legte nicht nur die Kreuzfahrtschiffe im März 2020 lahm, sondern verbot auch das Einreisen nach Schleswig-Holstein. Anstatt dort meinen Osterurlaub zu verbringen saß ich artig „at home“ in Hessen fest. Ende Mai bis Mitte Juni holte ich nun meinen Tripp in den Heimathafen Travemünde nach.

Im heutigen Blogbeitrag erfahrt Ihr, wie es dort zu Krisenzeiten war, denn dieser Aufenthalt war so ganz anders, als bisher.

Corona Sea – mein erster Weg führte mich zum Strand

Foto: Endlich wieder am Meer!

Ich konnte das Meer schon riechen, als ich aus dem Auto ausstieg. Die lieben Möwen kreischten zur Begrüßung und ich wußte, ich war angekommen. Am frühen Abend machte ich mich sofort auf den Weg zum Strand. Es war herrlich die Wellen rauschen zu hören und eine Weile einfach nur glücklich im Sand zu sitzen.

Doch bevor ich den Strand erreicht hatte, sah ich die erste Veränderung. In der Vitrine hing das Key Visual der Lübeck & Travemünde Marketing GmbH der Kampage „Verdammt lang Meer ..“ der knuffige Seebär, der die Gäste Willkommen hieß. Im Aushang waren aber auch Verhaltensregeln angebracht, die ebenso auf dem Boden der Prommenade als Aufkleber prangten.

Ein Blick auf eines meiner Lieblingslokale „Süße Seebrücke“ zeigte, dass auch hier professionell alle Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt worden sind. Die Gäste wurden zum Tisch gebracht. Die Tische standen auf Abstand, der Außer-Haus-Verkauf fand am eigentlichen Ausgang der Tresenkräfte statt.

Foto: Die „Süße Seebrücke“ in Corona-Zeiten

Corona Sea – wie war das nun wirklich mit dem Abstand?

Foto: Die Möwen haben das mit dem Abstand halten begriffen

Alle Lokalitäten hatten aus meiner Sicht die Hygienestandards optimal vorbereitet und die Mitarbeiter waren auch sehr bemüht, dass die Regeln eingehalten wurden. Ich mußte mich vor dem Verzehr jeweils in Listen eintragen mit Name, Adresse, Telefonnummer und Aufenthaltszeit. Auch die Strandkörbe waren auf Abstand gestellt.

Leider hielten sich auf der Prommenade am Pfingstwochenende manche Menschen aber so gar nicht daran. An vielen Stellen traf ich auf mehrere Familien mit vielen Kindern, die dicht an dicht standen. Das waren in den meisten Fällen auf keinen Fall zwei Haushalte? Verkehrstechnisch war das Ostseeheilbad so voll wie zu der berühmten Segelregatta Travemünder Woche, die dieses Jahr auch entfällt. Der Ordnungsdienst patroullierte per PKW auf der Prommenade, ich sah jedoch bei meinem Rundgang nicht, dass er in die Situation eingriff.

Corona Sea – ein Ausflug in den Godewindpark

Foto: Fast allein im Godewindpark

Nach Pfingsten wurde es dann ein wenig ruhiger in Travemünde und ich konnte an einem Samstagabend den Godewindpark fast für mich allein genießen. Ein wenig melancholisch saß ich auf dem Steg allein, wo ich noch letztes Jahr im Sommer eine Lesung für über 50 Personen gegeben hatte.

Ich sah im Park viel mehr Gänse als in den letzten Jahren. Als ich einer unabsichtlich zu nahe kam, artikulierte sie sich mit einem lauten Zischen. Keine Frage, ich war in ihr Revier eingebrochen.

Foto: Ganz nah dran im Park

Corona Sea – abseits der Ostee ins Immenhofmuseum

Foto: Vor dem kleinen schnuckeligen Museum in Malente

Am darauffolgenden Sonntag war bestes Wetter und ich befürchtete einen erneuten Besucheransturm am Strand. So machte ich mich auf nach Malente und besuchte das kleine, aber inhaltsreiche Immenhof Museum. Kennt Ihr auch die Filme? Mein Mann und ich lieben sie! Ich war schon eine Weile nicht dort gewesen und freute mich, dass das Museum die Krise offensichtlich überstanden hat. Außer uns war keiner im Museum und wir genossen das Abtauchen in die 50iger bis 70iger Jahre.

Auf dem Weg dorthin kam ich am Gut Rothensande vorbei, wo damals die Immenhof-Filme gedreht wurden und auch das bekannte Hauptgebäude steht. Ich staunte nicht schlecht, inzwischen hatte sich dort viel getan. Für einen zweistelligen Millionenbetrag entseht dort das Hotel Gut Immenhof , dessen Eröffnung für das Frühjahr 2021 geplant ist. Das alte Haupthaus blieb stehen und natürlich wird es dort dann Reiterferien geben. Sozusagen „Immenhof 2.0“. Ich bin sehr gespannt darauf und werde das Hotel auf jeden Fall im nächsten Jahr besuchen.

Foto: Die Original Kutsche, mit der Dick und Dalli fuhren steht auch im Museum

Corona Sea – Foto-Spielereien mit der Glaskugel

Foto: Mein Lieblingskunstwerk am Strand auf den Kopf gestellt

In der Zeit „at home“ hatte ich mir ein neues Spielzeug zugelegt. Das Rollei, eine Glaskugel, mit der man Landschaften verzerrt und einfach auf den Kopf stellt. Nun war endlich die Gelegenheit, sie auch am Meer und in der Natur auszuprobieren. Ich lernte, dass hierbei Übung den Meister macht, aber diese Art der Fotografie fasziniert mich sehr.

Corona Sea – wie war die Zeit ohne Gäste und Touristen beim Lookdown gewesen?

Foto: Inzwischen fahren auch die Fähren wieder in Travemünde

Meine lieben Kooperationspartnerinnen Ina Marie Herr (Frau Herr vom Meer) und Cornelia Pries (The Hair Company Travemünde und Coastline Dog-Shop) berichteten mir beide von der Ruhe und der Stille. Selbst die Fähren waren teilweise nicht mehr gefahren. Die Strände waren fast menschenleer und beide sprachen von einer Stille und einem damit verbundenem Stillstand, der fast ein wenig unheimlich war, ihnen aber gut getan hat! Die zwei Frauen haben die Krise kreativ für sich genutzt und auf beiden Seiten sind viele neue Ideen entstanden. Zu gegebener Zeit werde ich gern hier wieder darüber berichten.

Mein Fazit

Foto: Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

Das Meer und liebe Personen rund um den Heimathafen wiederzusehen – natürlich auf Abstand – war unbeschreiblich schön. Manchmal tat es aber auch ein wenig weh, diese soziale Distanz! In der zweiten Woche hatten wir leider nicht viel Glück mit dem Wetter. Was mich erschreckt hat, war die Leichtigkeit der Menschen, die teilweise und sehr konsequent nicht den aktuellen Empfehlungen gefolgt sind. Normalerweise verlasse ich immer ungern meinen Heimathafen, doch dieses Mal war das anders. Die näherrückenden Sommerferien werden dort einen Ausnahmezustand auslösen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob da eine Strand-App helfen wird. Bereits am Pfingstwochenende hatten einige Seebäder aufgrund der hohen Anzahl an Tagestouristen ihre Pforten geschlossen.

Ein Wiedersehen mit dem Heimathafen wird es dann voraussichtlich im September geben, denn die Aussicht auf geplante Kreuzfahrten stehen ja nach wie vor auf der Kippe. Und zum Jahresausklang ist Travemünde bei mir ja immer fest im Terminkalender!

Anbei noch ein paar Links!

Hier geht es zum Immenhofmuseum!

Hier geht es zur Homepage von Frau Herr vom Meer!

Hier geht es zur Homepage vom Coastline Dogshop!

Ich bedanke mich bei der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH für die bereit gestellten Informationen und das Seebär-Foto! 🙂

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