Bulgarien

Kein Wien in Rousse

Hallo liebe Leser!

Gestern früh habe ich Bulgarien erreicht und morgens um 7 Uhr in Rousse angelegt. Rousse wird auch gern als„Klein Wien“ bezeichnet.

Als Brina morgens die Gardine zur Seite schiebt, blickt sie direkt in die Augen eines Fischers, der am nahegelegenen Ufer angelt. Welch ein Schreck!

In Rousse ist meine Liegezeit nur bis 13 Uhr vorgesehen, also wollen Brina und
Dirk sich schon früh auf eine Erkundungstourin diese Stadt begeben. Man kann selbst in nur 10 Minuten vom Anleger hineinlaufen, empfiehlt der nette Tamas von der Rezeption. Gerade als Brina starten will, klingelt das Telefon in der Kabine. Die nette ältere Dame, inzwischen ist man beim Du, sie heißt Ellen, ruft an und fragt, ob die zwei sie mitnehmen. Natürlich wollen sie das. Wenig später spazieren Brina, Ellen und Dirk gemeinsam los.

Die Stadt empfinden alle drei als recht dreckig, überall sind die Bürgersteige zerklüftet und sie werden sehr auffällig von Einheimischen beäugt. Schließlich erreichen sie das Zentrum der Stadt. Einige wenige Häuser erinnern sie an Wien, aber die mussten sie wirklich suchen. Dafür sehen die drei das Freiheitsmonument, das angeblich genauso schön ist wie die Freiheitsstatue in New York … von wegen!

Ellen will die zwei auf einenKaffee einladen, doch Dirk empfiehlt hier
lieber nichts zu trinken. Sie bummeln noch ein wenig durch die „Prachtstraße“,
dann nehmen sie ein Taxi zurück zu mir. Das war ja ein kurzer Ausflug, denke
ich, als ich sie schon nach einer Stunde wieder erblicke. Doch kein Wien in
Rousse scheint ihre Laune nicht gedämpft zu haben, schon auf der Gangway winken sie
der netten Stanislava zu und ordern drei Bier auf das Sonnendeck, na dann
Prost! Als ich mich gegen 13 Uhr langsam von der Pier löse, sitzen alle Gäste
im Restaurant und die Knoblauch-Spaghetti verströmen ihren Duft über mein
ganzes Schiff.

Ich setzte gemächlich meine Reise fort. Morgen ist wieder ein Flusstag und wir
passieren erneut die Katarakten sowie zwei große Schleusen.

Ahoi! Es grüßt die kleine Maxima

Das war Rousse:

Bulgarische Lew

Ausblick vom Anleger auf das „Hotel Riga“

Das Freiheitsmonument

Ein wenig Wien …