Auswandern nach Auckland

Auswandern? Schatz, wir ziehen nach Auckland!

Im Rahmen meiner 115tägigen Weltreise hatte ich auch einen Stopp in Neuseeland. Ganze 30 Stunden lag mein Kreuzfahrtschiff, die Costa Deliziosa, im Hafen von Auckland. Vor meiner Reise hatte ich viele Erwartungen an die großen Metropolen gehabt: Rio de Janeiro – Buenos Aires – Sydney – Kapstadt! Aber als die Reise vorbei war und ich überlegte, wohin ich, wenn ich jemals auswandern würde, ziehe, sagte ich zu meinem Mann spontan: „Schatz, dann ziehen wir nach Auckland.“ Warum und wie das kam, darum geht es in meinem Blogbeitrag und natürlich auch um die Vorstellung dieser Metropole am anderen Ende der Welt.

Auswandern? Auckland – ein paar sachliche Fakten

Auckland hat ca. 1,4 Millionen Einwohner und ist die größte Stadt Neuseelands. Ein Drittel der Neuseeländer leben hier mit immerhin 53 inaktiven Vulkanen um sie herum, die das Landschaftsbild prägen. Auckland liegt in einer geschützten Meeresbucht und ihre zahlreichen Segelboote brachte der Stadt den Namen „City of Sails“ ein. Auckland ist multikulti, hier leben Europäer, Asiaten, pazifische Bevölkerungsgruppen und natürlich die Nachkommen der Ureinwohner, die Maori, zusammen.

 

Auswandern? Auckland – unsere Sehenswürdigkeiten

Am ersten Tag unternahmen wir in der Metropole einen Ausflug, der von der Reederei angeboten wurde. Nicht zu übersehen war der Sky Tower, der mit seinen 328 Metern Höhe das höchste Gebäude auf der Südhalbkugel darstellt. Am Abend leuchtet dieser übrigens dekorativ in unterschiedlichen Farben. Nach einer kurzen Rundfahrt durch die Stadt ging es zunächst in den Botanischen Garten, wo es viele interessante Pflanzen zu entdecken gab. Wir nutzten die längere Aufenthaltszeit und probierten einen Citrus Lemon Cheesecake. Zunächst am Hafen entlang, fuhren wir dann über 1,15km lange Auckland Harbour Bridge in den Stadtteil North Shore City in Richtung Devonport. Von hier hatte man einen besonders schönen Blick auf Auckland und wir hatten auch Zeit für einen Bummel durch einige Geschäfte.

 

 

Devonport gilt als beliebtes Abendausflugziel für die Auckländer. Man fährt mit der Fähre hinüber und auf dem Rückweg wird die leuchtende Skyline der Metropole bewundert. Übrigens eine Metropole in der ich mich, obwohl sie natürlich auch eine Kriminalitätsrate hat, als Tourist sehr sicher gefühlt habe.

Auswandern? Auckland – das Volvo Ocean Race

Da wir am 10.März 2015 overnight in Auckland lagen, nutzen wir die Gelegenheit an Land zu Abend zu essen. Das war besonders schön, denn es war unser 12. Kennenlern-Tag. Vom Anleger Princes Wharf war es nur ein kurzer Weg ins Hafenviertel. Im Wynyard Quarter fanden wir viele schöne Restaurants vor und einige trendige Bars. Als die Sonne unterging, bemerkten wir viele große Yachten und so bummelten wir weiter durch den Hafen. Plötzlich trafen wir „Wisdom“ und erst da wurde uns klar, dass die großen Boote zum Ocean Volvo Race gehörten, das genau heute in Auckland Station machte! Der Albatross ist das Maskottchen des Rennens. Wir besichtigten das komplette Gelände und kauften ordentlich im Shop ein. Aktuelle Infos zum Race und viele Bilder und Videos gibt es hier: https://www.facebook.com/volvooceanrace/

Viel zu schnell ging der Abend herum und mit der Dunkelheit begann Auckland wie ein mehrfarbiger Diamant zu leuchten. 

Am nächsten Tag hatten wir noch den Vormittag in dieser schönen Stadt und wir nutzen die Gelegenheit, ein wenig Kosmetik nach zu kaufen und natürlich kehrten wir auch in einen Juwelier ein und kauften einen Ring aus Jade als Erinnerung für mich.

 

 

Die Maori zeigen mit dem Jadestein übrigens ihre Liebe, besiegeln eine enge Freundschaft oder bringen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck.

 

Die Innenstadt von Auckland beeindruckte mich, denn es standen alte Bauten neben modernen Hochhäusern und als Besucher bot sich mir ein interessanter Mix. Das schönste Gebäude war für mich das Ferry Building, ein historisches Sandsteingebäude aus der Kolonialzeit direkt am Hafen.

Im Gebäude befindet sich ein Restaurant von dem man wunderschön in den Hafen schauen kann.

Auswandern? Auckland – die Maori

Ob wir auch echte Maori gesehen haben? Ja, sie kamen am Abend zu uns an Bord und boten mit ihren Riten und Tänzen eine wunderbare Show im Theater der Costa Deliziosa. Sie brachten uns auch ihren Schrei bei. Ihre Vorfahren kamen aus der pazifischen Inselwelt und haben im 13. Jahrhundert begonnen, Neuseeland zu besiedeln. Das war 300 Jahre vor den europäischen Seefahrern. Der Anteil der Maori an der neuseeländischen Bevölkerung lag im Jahr 2014 bei 14,9%. Am Abend war es im total überfüllten Theater kaum möglich, ein Bild von den Maori zu ergattern, aber in Devonport an der Bücherei hatte ich eine interessante Verewigung dieses Stammes gefunden.

Mein Fazit: Auswandern nach Auckland?

Momentan plane ich keine Auswanderung, aber Auckland wäre durchaus eine Stadt, in der ich mich wohl fühlen könnte. Die Segelboote, die Skyline, die unterschiedlichen Nationalitäten, die hier mit- und nebeneinander leben haben mich sehr fasziniert. Obwohl es eine Metropole ist, spürte ich kaum Hektik. Anbei ein Foto eines typischen Wohnhauses in einem Vorort.

Als wir Auckland am Mittag mit dem Kreuzfahrtschiff verließen, ertönte dieses Lied aus dem Bordlautsprecher und ich gebe zu, ich habe geweint:

Das ist mir nur bei ganz wenigen Zielen auf meiner Weltreise passiert. Ich habe einfach überlegt, ob ich Auckland jemals wiedersehen werde. Am Abend im Restaurant wischte dann diese Überraschung der Crew meine Tränen schnell wieder weg und wir feierten gemeinsam mit unseren Tischnachbarn den gestrigen Jahrestag nach.

 

 

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Comments:

  1. Mike Pfeffer says:

    Nachdem wir vor unserer Suedsee Kreuzfahrt mit der Amadea noch 4 Tage in Auckland sind war dad eine schoene Einstimmung.

    • Brina Stein says:

      Lieber Mike, das freut mich, da könnt Ihr Euch auf eine tolle Metropole freuen, lg Brina